©Hermes Baby ©Dr. Nachtigaller / commons.wikimedia.org
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Hermes Baby: Kult Schreibmaschine berühmter Autoren

1935 kam die erste vierreihige Kleinschreibmaschine auf den Markt. Bei einer Höhe von nur sechs Zentimetern wog sie 3,75 Kilogramm inklusive dem Metallkoffer und fand in jedem Aktentasche Platz. Sie kostete damals 160 Franken.

Die Schweizer Traditionsmarke Paillard in Stainte-Croix und Yverdon VD wurde 1814 von Moïse Paillard, einem Uhrmacher, Mechaniker und Erfinder gegründet. 1974 fusionierte das Familienunternehmen mit Precsisa und hiess fortan Hermes Precisa. 1981 übernahm Olivetti die Firma. Die Hermes Baby wurde bis 1989 hergestellt.

Sie war bei vielen Autoren beliebt. Ernest Hemingway, John Steinbeck oder Friederike Mayröcker sollen auf ihr geschrieben haben. Hansjörg Schneider, der bekannte Schriftsteller der Komissär Hunkeler-Romane lässt seine Hermes Baby noch heute bei Basels letztem Schreibmaschinen-Mechaniker Werner Holderegger warten und reparieren.

Auch der vor bald 24 Jahren verstorbene Historiker Niklaus Meienberg schrieb auf einer Hermes Baby. Diese wurde anlässlich seines 20. Todestages in der Ausstellung «Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg?» 2013 in St. Gallen ausgestellt.

Die Schreibmaschine von Niklaus Meienberg in der Ausstellung «Warum Meienberg? Pourquoi Meienberg?» zum 20. Todestag des St. Galler Autors und Journalisten, im Kulturraum am Klosterplatz am 16.8.2013, in St. Gallen.