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Deutsche Umwelthilfe beantragt 110-Millionen-Bussgeld gegen Porsche

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Skandal um Abgas-Schummeleien gegen den Autobauer Porsche ein Bussgeld in Höhe von 110 Millionen Euro beim Kraftfahrtbundesamt beantragt. Grund sei der "zweifelsfrei nachgewiesene Abgasbetrug" bei 22'000 Diesel-Fahrzeugen der Modellreihe Porsche Cayenne TDI.

Damit wolle die Umwelthilfe einen Präzedenzfall schaffen, erklärte der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte Ende Juli mitgeteilt, dass Porsche in 22'0000 Fahrzeuge des Modells Cayenne eine illegale Software zur Senkung der Abgaswerte eingebaut habe.

Der Konzern muss die Wagen zurückrufen, für noch nicht verkaufte Fahrzeuge des Typs gilt ein Zulassungsverbot.

Die DUH argumentiert, dass gesetzlich ein Bussgeld in Höhe von 5000 Euro pro Fahrzeug möglich sei, und kommt so auf den Gesamtbetrag von 110 Millionen Euro.

"Jeder Strauchdieb muss nicht nur die Beute zurückbringen, sondern wird bestraft. Jeder Fahrzeughalter, der nicht zum TÜV geht, muss nicht nur die Untersuchung des TÜV nachholen, sondern auch eine Geldbusse zahlen", sagte der DUH-Anwalt in dem Verfahren, Remo Klinger. Es sei nicht ansatzweise verständlich, warum dies für deutsche Autohersteller nicht gelten solle.