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US-Behörde bereitet Klage gegen Fiat Chrysler vor

Das US-Justizministerium bereitet nach Berichten aus informierten Kreisen nun auch eine Klage gegen den italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler in der Dieselaffäre vor. Sollten in Gesprächen die Streitpunkte rund um mutmassliche Verstösse gegen Abgasgesetze nicht ausgeräumt werden können, könnte noch diese Woche eine Klage eingereicht werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend unter Berufung auf zwei eingeweihte Personen.

Die Verhandlungen liefen noch und die Parteien könnten auch noch zu einer Vereinbarung kommen, die einen langwierigen Rechtsstreit verhindere, hiess es weiter. Die Fiat- Chrysler-Aktie rutschte im nachbörslichen Handel dennoch um 7,5 Prozent ab.

In einer möglichen Klage würde es um mutmasslich eingesetzte Abschalteinrichtungen gehen. Der deutsche Autobauer Volkswagen hatte den Einsatz solcher Einrichtungen im Herbst 2015 zugegeben, die ausgehandelten Vergleiche in den USA kommen den deutschen Konzern bisher mit rund 22,6 Milliarden Euro teuer zu stehen. Abschalteinrichtungen schalten Abgasreinigungssysteme ab, wenn die Autos nicht auf dem Prüfstand stehen - die Fahrzeuge stossen dann im normalen Fahrbetrieb deutlich mehr Schadstoffe aus als angegeben.

Im Januar hatte die US-Umweltbehörde EPA bekanntgegeben, dass sie nach dem Skandal bei Volkswagen auch Fiat Chrysler wegen manipulierten Abgaswerten im Verdacht hat. Es geht um die Angaben zum Ausstoss des Schadstoffs Stickoxid bei rund 100'000 Dieselwagen.