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VW will Elektro-Quoten in China aus eigener Kraft schaffen

Volkswagen will den Verkauf von Elektroautos in China massiv ausweiten und die bevorstehende Quotenregelung für Elektroautos damit aus eigener Kraft einhalten. "Wir arbeiten mit aller Kraft daran, das Quotensystem bereits im kommenden Jahr zu erfüllen", sagte China-Chef Jochem Heizmann am Dienstag im Vorfeld der Automesse in Shanghai.

Er machte klar, dass VW dabei selbst dann ohne den Zukauf von Kreditpunkten auskommen wolle, wenn die Regelung so bleibe wie von der chinesischen Regierung geplant. Die Hersteller müssen ab nächstem Jahr auf dem weltgrössten Automarkt bestimmte Quoten bei der Elektroauto-Produktion erfüllen oder Kreditpunkte von anderen Autobauern kaufen. Damit will China die Luftbelastung in den grossen Städten in den Griff bekommen.

VW hat sich mit dem chinesischen Autobauer JAC zusammengetan und will bis 2018 mit der gemeinsamen Produktion von Elektroautos beginnen. Bis zum Jahr 2020 wollen die Deutschen in der Lage sein, in China 400'000 E-Mobile im Jahr auszuliefern, um die Quoten zu erfüllen. Fünf Jahre später sollen es bereits 1,5 Millionen sein.

Im vergangenen Jahr steigerte Volkswagen die Auslieferungen auf dem weltgrössten Automarkt um zwölf Prozent auf knapp vier Millionen Fahrzeuge, fast ausschliesslich Autos mit Verbrennungsmotoren. 2017 rechnet der Konzern mit einem Wachstum der Auto-Nachfrage von vier bis fünf Prozent, weil staatliche Subventionen beim Verkauf von kleinen Autos verringert werden.