Wird bald in einer neuer Schienenhalle präsentiert: Ausstellungsstück im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.
Wird bald in einer neuer Schienenhalle präsentiert: Ausstellungsstück im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.
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Verkehrshaus Luzern ersetzt Schienenhalle durch Mehrzweckgebäude

Das Verkehrshaus ersetzt die aus seinen Anfangsjahren stammende Schienenhalle 1 durch ein neues Ausstellungs- und Bürogebäude. Der Mehrzweckbau der Architekten Gigon/Guyer soll 36 Millionen Franken kosten und ohne öffentliche Gelder finanziert werden.

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern war 1959 eröffnet worden. Die Schienenhalle 1 war Teil der ersten, seither erweiterten und teilweise erneuerten Museumsanlage. Wegen Bodensenkungen sei die Statik der Halle mangelhaft, teilte das Verkehrshaus am Mittwoch mit. Auch das Raumklima entspreche nicht mehr den heutigen Museumstandards.

Das Verkehrshaus muss zudem seinen 33 Meter hohen Büroturm totalsanieren. Künftig soll das am See gelegene Hochhaus von den Jugendherbergen genutzt werden. In dem neuen Mehrzweckgebäude soll deswegen nicht nur die Schienenhalle, sondern auch die Administration des Verkehrshauses untergebracht werden.

Teil eines Gesamtkonzepts

Das Konzept für das Mehrzweckgebäude stammt aus einem Gesamtkonzept, das die Architekten Gigon/Guyer 1999 entworfen hatten. Dieses Konzept sei eine Vision für die Zukunft gewesen, sagte Verkehrshaussprecher Olivier Burger auf Anfrage. Auf dessen Basis seien 2009 bereits die Halle Strassenverkehr und der Empfang erneuert worden.

Das zur Jahrtausendwende entworfene Konzept wird vom Verkehrshaus nun für das Mehrzweckgebäude weiter genutzt. Es seien aber Anpassungen an der Gebäudestruktur nötig, sagte Burger.

Wichtigster Teil des neuen Gebäudes, dessen Fassade aus gestalteten Trapezblechen bestehen soll, ist die Ausstellungsfläche. Die neue Schienenhalle wird mit einem Gleis mit einer zweiten Schienenhalle sowie mit der SBB-Bahnlinie verbunden. Sie soll flexibel genutzt werden. Ferner sind eine Ladenfläche sowie Konferenzräume vorgesehen. Dazu kommen drei Geschosse Büroflächen. Im Untergeschoss wird es eine neue Energiezentrale für das ganze Areal geben.

Bezug frühstens 2020

Die Baukosten werden auf 36 Millionen Franken geschätzt. Die Finanzierung erfolge mit Eigenmitteln, Fremdkapital und Investorengeldern, teilte das Verkehrshaus mit. Die Verhandlungen dazu seien noch im Gang, sagte Burger. Das neue Gebäude werde aber ohne öffentliche Gelder realisiert.

Die Baueingabe ist für Mitte April 2018 geplant. Der Neubau wird frühestens im Dezember 2020 bezogen werden können. Danach wird die Sanierung des Bürogebäudes in Angriff genommen.