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Google will Anzeigenkunden von extremistischen Inhalten fernhalten

Nach Beschwerden namhafter Anzeigenkunden will der Internetkonzern Google künftig verhindern, dass deren Werbung in direkter Nähe zu extremistischen Inhalten auftaucht.

"Wir wissen, dass Anzeigenkunden ihre Werbung nicht neben Inhalten sehen wollen, die mit ihren Werten nicht im Einklang stehen", schrieb der Google-Manager Philipp Schindler am Dienstag auf dem Blog des Unternehmens. Der Internetkonzern werde einen "strengen Blick" auf seine geltenden Richtlinien werfen und Vorkehrungen verschärfen, damit Werbung nur in Verbindung mit seriösen Inhalten erscheine.

Für die kommenden Monate kündigte Google Funktionen an, mit denen Werbetreibende "leichter und lückenlos" regeln könnten, wo auf YouTube und im Netz ihre Anzeigen erscheinen sollen. Bereits am Montag hatte sich Google gegenüber namhaften Werbekunden entschuldigt, deren Anzeigen vor allem auf dem Videoportal YouTube in Verbindung mit extremistischen Inhalten zu sehen waren.

So hatten in den vergangenen Tagen die britische Regierung und bekannte Firmen wie die Kaufhauskette Marks and Spencer und die HSBC-Bank ihre Google-Anzeigen gestoppt. Auch die BBC, die Zeitung "The Guardian" und der britische Zweig der US-Fastfoodkette McDonald's legten über Google geschaltete Anzeigen vorerst auf Eis.

Für Google kann der vorübergehende Anzeigenstopp schwerwiegende Folgen haben, denn der US-Internetkonzern macht einen Grossteil seines Geldes mit dem Anzeigengeschäft im Netz.