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Software für nutzerfreundlicheren Online-Handel

Forschende der Hochschule Luzern haben eine Software für E-Commerce entwickelt, mit der Kundinnen und Kunden ihre Suche nach Produkten gemäss ihren Präferenzen gewichten können. So sollen sie auch das günstigere Auto in der zweiten Lieblingsfarbe einfacher finden können.

Wenn sich Kundinnen und Kunden online auf die Suche nach einer Wohnung, Kleidung oder Autos begeben, sind ihre Vorstellungen meist nicht so festgelegt wie die Such-Software es abfragt. Bisher arbeitet die Software aber strikt nach den Angaben und zeigt nicht das Auto, das perfekt zu den Vorstellungen passt, aber ein bisschen teurer ist, oder die günstigere Wohnung, die knapp ausserhalb des angestrebten Quartiers liegt.

Eine neue Software von Forschenden der Hochschule Luzern soll das ändern und die Auswahlkriterien von Kunden besser erfassen. Darin können sie ihre Präferenzen formulieren, gewichten und variable Anfragen eingeben, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.

"Der Computer wägt die Angebote gegeneinander ab", sagte Roland Christen, der das Projekt leitet. "Ein Produkt gewinnt gegen ein anderes, wenn es in keinem Attribut schlechter und in mindestens einem besser ist."

Nutzer können an Kriterien schrauben

Demoversionen der Software suchen beispielsweise nach aktuellen Angeboten für Occasionsautos. Dabei könne man den gesuchten Preis als "hoch" oder "niedrig" einstellen oder bei "ungefähr 10'000 Franken" eingeben, hiess es in der Mitteilung. Farben und Autotypen lassen sich bevorzugen oder negativ gewichten. So scheiden immer mehr der Angebote aus, bis nur noch die besten übrig bleiben.

Die Software erkennt auch Ähnlichkeiten zwischen Produkten und kann Alternativen oder zusätzliche interessante Produkte vorschlagen, beispielsweise Kleider mit ähnlichem Schnitt oder Schmuck in ähnlichem Design.

Das Projekt beruht auf einer Zusammenarbeit mit dem Luzerner Webdienstleister Arcmedia, der noch bis Herbst 2017 an den Benutzeroberfläche feilen wird. Das Team der Hochschule Luzern habe ihren Teil der Arbeit am Algorithmus grösstenteils abgeschlossen, so die Mitteilung. Nach dem letzten Feinschliff könnte die Software dann zum Einsatz kommen.