Bernhard Burgener / Foto: Keystone
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Update: FCB-Generalversammlung am 7. April – Geheimniskrämerei um neuen FCB-Präsidenten hält an

Jetzt ist klar: Am 7. April trifft sich der FC Basel zur Generalversammlung. Unter grösster Geheimhaltung stellte Bernhard Burgener bereits gestern Abend sein Konzept zur Übernahme der Leitung des FC Basel einem Ausschuss rund um Jacques Herzog vor. Die zentrale Frage bleibt, ob Burgeners Weg die Musterlösung ist – oder doch nur das kleinere Übel.

Der FC Basel trifft sich am Freitag, 7. April, zu seiner Generalversammlung. Das teilte der Verein heute Freitagmorgen mit. Der Termin war mit grosser Spannung erwartet worden, schliesslich soll dann die neue Führungsriege bestimmt werden. Das Team um Bernhard Heusler tritt zurück, als Nachfolger vorgeschlagen ist der Basler Medien- und Vermarktungsunternehmer Bernhard Burgener. Die Versammmlung findet um 18.30 Uhr in der St. Jakobshalle statt. 

Dazu soll Marco Streller neuer Sportchef werden, weiter sind Alex Frei und Massimo Ceccaroni als tatkräftige Unterstützung vorgesehen: Ein Team aus ehemaligen FCB-Stars also soll Teil der neuen Führungsriege werden. Und an der Spitze eben Bernhard Burgener als Präsident, der schon als «Urbasler» als fürs Amt qualifiziert propagiert wurde.

Gestern präsentierte der voraussichtliche Nachfolger von Bernhard Heusler sein Konzept einem Gremium aus prominenten Baslern und FCB-Fans, darunter ist auch der Starachitekt Jacques Herzog.  Über den Ausgang der Sitzung ist noch nichts bekannt. Ob sich das Gremium um Herzog mit den Plänen Burgeners einverstanden zeigte, wird sich zeigen. Heissen die sieben Einflussreichen die Pläne gut, kommt die Wahl Burgeners in einem nächsten Schritt vor die Vereinsversammlung.

Vereidigung nur noch Formsache?

Für viele scheint die Vereidigung Burgeners als neuer Präsident allerdings nur noch eine reine Formsache. Burgener selbst gehe jedoch davon aus, dass noch andere Konzepte vorgestellt würden, wie er der «bz Basel» gestern mitteilte.

Bestärkt wird die Wahl Burgeners unter anderem durch den Mangel an Alternativen: Kauf-Angebote von Red Bull oder auch Gazprom soll es laut diversen Medienberichten gegeben haben – beides Konzerne, welche den FC Basel gerne zu Marketingzwecken eingespannt hätten. Der zurücktrendende Vorstand um Bernhard Heusler war jedoch bestrebt, eine Basler Lösung zu forcieren. Deshalb der Plan mit Burgener: Geboren in Basel, wohnhaft in Zeiningen, hat er sich unter anderem mit seiner Highlight Communications AG ein grosses Imperium aufgebaut. Genügend Geld scheint jedenfalls vorhanden.

Grosses Taktieren für eine Basler Lösung

Wie Heusler gegenüber der «bz Basel» weiter ausführte: «Wir hätten auch einfach sagen können: Das ist ein Handwechsel auf Holding-Ebene, ob ihr da Ja oder Nein sagt, ist uns egal, das interessiert uns nicht. Aber ich habe gemerkt, dass in Basel eine gewisse Angst besteht, dass – auch durch die vielen wirtschaftlichen Erfolge – die Leute, die die Aktien halten, diese über Nacht irgendjemandem verkaufen könnten. Deshalb haben wir dann diese Basler Lösung provoziert.»

Und diese Lösung dürfte Früchte tragen. Es ist zu erwarten, dass sich die Kommission um Jacques Herzog auf die Seite Burgeners und Strellers stellen wird. Schliesslich braucht es – um einen möglichen Ausverkauf des Konzern zu verhindern – jene starke Basler Lösung und damit Verankerung, wie sie Heuslers Team für die Übergabe vorbereitet hat. Die grösste Frage bleibt, ob die Generalversammlung den Plänen folgen wird – oder Burgener abschmettert.

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Update 17.3.17, 10.40 Uhr: Termin Generalversammlung