• Nathan Leuenberger
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Ändstreich: und auf einen Schlag ist alles vorbei

Die letzte Luft bläst durchs Piccolo, ein leiser Ton erklingt. Die Schlegel schlagen ein letztes Mal auf die Trommel. Der Major winkt ab. Der Ändstreich.

Da kommen die Tränen. Und ein Lachen. Beides zugleich. Die ständigen Wegbegleiter der letzten drei Tage werden in die Arme geschlossen, gemeinsam wird ob dem Ende der Fasnacht getrauert und freut sich zusammen darüber, wie schön diese magische Zeit doch war. Kein Geld der Welt möchte man gegen diesen Augenblick tauschen – nur der Morgestraich kann da mithalten.

Die Stadt ist wieder unheimlich still. Einzig Gespräche und Lacher trägt der Wind noch durch die Gassen, die Musik aber fehlt. Ein Jahr lang müssen wir nun wieder auf diese magische Zeit warten…
Ach, wieso schon von nächster Fasnacht träumen, wenn noch frisch in der jetzigen geschwelgt werden kann!

Nun melden sich auch die müden Knochen, die in den letzten Stunden gekonnt ignoriert wurden. Die intensiven Tage setzen halt doch an, auch wenn man es nicht wahrhaben will. Dafür gibts ein kräftiges Z’Morge, das redlich verdient ist und besser nicht schmecken könnte. Ein letztes Mal zusammen mit Fasnachtsfreunden in Erinnerungen schwelgen. Oder einfach still die letzten Stunden gemeinsam geniessen.

Dann die ersten Schritte aus dem Restaurant. Nun fühlt man sich mit Kostüm und Larve unter dem Arm das erste Mal ein wenig fremd in diesen Strassen. Jetzt ist sie endgültig vorbei, diese Fasnacht 2017. Trotz ihren Ecken und Kanten: Schön war’s!

Bis bald, Frau Fasnacht.