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Erfinder des Big Macs gestorben

In der Geschichte des Fast Foods war er ein Pionier: Michael "Jim" Delligatti erfand vor fast einem halben Jahrhundert den "Big Mac". Nun ist Delligatti nach Angaben seiner Familie 98-jährig in seinem Haus in einem Vorort der US-Stadt Pittsburgh gestorben.

Delligatti schuf den Big Mac, als er Besitzer einer McDonald's-Filiale im Bundesstaat Pennsylvania war. Von dem Unternehmen bekam er 1967 die Erlaubnis, eine voluminösere Variante des Cheeseburgers auszuprobieren.

Sein Mega-Burger bestand aus zwei Rindfleischbuletten und drei Brotscheiben. Dank des Big Macs nahmen seine Umsätze um zwölf Prozent zu - und McDonald's übernahm Delligattis Idee und bot den doppelstöckigen Cheeseburger landesweit an.

Der Big Mac wurde zu einer Ikone der US-Esskultur. Delligatti blieb jedoch bescheiden. Er sagte, die Idee stamme ursprünglich von konkurrierenden Hamburger-Restaurants. "Dies war nicht wie die Erfindung der Glühbirne", zitierte ihn einmal die "Los Angeles Times". "Die Glühbirne war schon da. Ich habe sie nur eingeschraubt."

Immer noch ein Renner

Mit seiner Geschäftsidee setzte Delligatti gleichwohl ein Rennen der Fast-Food-Ketten um immer riesigere Gerichte in Gang. Wegen der Ausbreitung von Übergewicht als gesellschaftlichem Phänomen in den USA und anderen westlichen Ländern gerieten die Giga-Mahlzeiten bei McDonald's und anderen Schnellimbissketten im Laufe der Jahre allerdings immer stärker in die Kritik.

Inzwischen geht der Trend in der Fast-Food-Branche längst zu gesünderen Gerichten. McDonald's beanspruchte schon vor mehr als zehn Jahren eine Vorreiterrolle bei der gesunden Ernährung für sich. Allerdings ist der Big Mac immer noch ein Renner.

Weltweit würden jährlich hunderte Millionen der Doppel-Cheeseburger verkauft, teilte der Konzern in einem Statement zum Tod Delligattis mit. McDonald's würdigte den Verstorbenen als einen "legendären Franchisenehmer", der das Unternehmen auf Dauer geprägt habe.