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Italien beschlagnahmt 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco

Italien hat den Verkauf von 30 Millionen Dosen gefälschten Prosecco gestoppt. Die Dosen, die als echter Prosecco angeboten wurden, hätten auf der chinesischen E-Commerce-Plattform Alibaba verkauft werden sollen, berichtete der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina auf Facebook.

Italien sei Vorreiter im Kampf gegen Plagiatprodukte, sagte der Minister. "Italien ist das einzige Land, das mit den wichtigsten Web-Portalen wie Alibaba, eBay und Google zum Schutz typischer italienischer Lebensmittel abgeschlossen hat", berichtete Martina.

Der Landwirtschaftsverband Coldiretti klagte, dass Prosecco der meistgefälschte italienische Wein sei. Das Geschäft mit gefälschten Produkten mit fantasievollen Namen wie "Semisecco", "Consecco" und "Whitesecco" sei enorm und schade der italienischen Wirtschaft sehr. Durch den Onlinehandel sei die Gefahr der Verbreitung von Plagiatprodukten noch grösser geworden.

415 Millionen Flaschen beträgt die italienische Prosecco-Jahresproduktion, die sich im Ausland zunehmender Popularität erfreut. Der Absatz im Ausland kletterte 2016 um 25 Prozent.

Seit dem Jahr 2010 gilt Prosecco als geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine ("Spumante") und Perlweine ("Frizzante") aus den italienischen Provinzen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Rund 20'000 Hektaren an Rebflächen umfasst die Prosecco-Gegend. Der Absatz von Prosecco boomte in den vergangenen Jahren unter anderem in den USA, Grossbritannien und im deutschsprachigen Raum.