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Curry gegen Colitis ulcerosa

Curcumin ist ein Wirkstoff der Kurkuma-Pflanze, der gemahlen als Gewürz verwendet wird. Dieses Gewürz ist ein wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Curcumin wird bei einigen Erkrankungen bereits eine positive Wirkung zugesprochen.

Es gibt beispielsweise Hinweise darauf, dass Curcumin bei rheumatoider Arthritis entzündungshemmend wirkt. Da es sich auch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa um chronische Entzündungen handelt, stellt sich die Frage, ob Curcumin auch eine positive Wirkung auf Patienten mit diesen Erkrankungen hat.

Um einen Überblick darüber zu bekommen, ob sich die therapiebegleitende Einnahme von Curcumin positiv auf den Krankheitsverlauf von Patienten mit Colitis ulcerosa auswirkt, suchten drei Wissenschaftler aus Jakarta (Indonesien) in internationalen Datenbanken nach Studien, die sich mit dieser Thematik befasst haben. Sie fanden drei geeignete Studien, die die Wirkung von Curcumin mit einem Placebo verglichen. In zwei Studien wurde untersucht, ob sich Curcumin dazu eignet, die Ruhephase der Erkrankung einzuleiten, also einem Krankheitsschub entgegenzuwirken, während sich die dritte Studie damit beschäftigte, ob Curcumin dazu beiträgt, eine bereits bestehende Ruhephase länger aufrechtzuerhalten. Da sich die Methoden der einzelnen Studien stark voneinander unterschieden, konnten die Ergebnisse der Studien nicht zufriedenstellend miteinander verglichen werden. Außerdem umfassten alle drei Studien nur wenige Teilnehmer, was eine statistische Auswertung der Daten schwierig machte. Auffällig war jedoch, dass Curcumin in allen drei Studien besser wirkte als das Placebo. Die Autoren der Übersichtsarbeit vermuten, dass der positive Effekt von Curcumin auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften zurückgeführt werden kann. In keiner der drei Studien traten ernste Nebenwirkungen auf.

Es gibt somit Hinweise darauf, dass Curcumin, wenn es therapiebegleitend eingenommen wird, dabei helfen kann, eine Ruhephase der Colitis ulcerosa einzuleiten und diese Ruhephase länger zu erhalten. Die Übersichtsarbeit macht jedoch darauf aufmerksam, dass noch weitere Studien mit mehr Teilnehmern nötig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen und Curcumin tatsächlich als begleitende Therapie empfehlen zu können.