Screenshot aus Video «Claraspital #An Der Zukunft Bauen Bauprojekt Nord 2015-2017»
Screenshot aus Video «Claraspital #An Der Zukunft Bauen Bauprojekt Nord 2015-2017»
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Das Claraspital empfängt in neuem Glanz (mit Video)

Die Anforderungen an das Claraspital und seine Bedürfnisse haben sich seit seinem Bestehen verändert. Immer wieder folgten daraus auch bauliche Massnahmen. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde nun das Projekt Nord, bei dem die Eingangszone des Claraspitals neu gestaltet wurde, abgeschlossen. 

42 Mio. Franken hat das Claraspital in ein neues Technikgeschoss, eine Spitalküche, ein Empfangspavillon, ein Café, eine neue Kapelle und neue Sitzungsräumlichkeiten investiert. Nun ist der Zugang zum Spital wieder frei, die lärmigen Arbeiten beim Hauptgebäude sind Vergangenheit. Die historische Fassade erstrahlt in neuem Glanz, gleichzeitig wurden zeitgemässe, freundliche und willkommen heissende Räume geschaffen. 

Claraspital #AnDerZukunftBauen Bauprojekt Nord 2015-2017 from St. Claraspital on Vimeo.

Projekt Nord

Anfang 2013 wurde ein Architekturwettbewerb zur Umsetzung der Vorzone Nord ausgeschrieben. Vier Generalplanerteams stellten ihre Projektvorschläge vor. Zwei Vorschläge wurden mit der weiteren Ausarbeitung beauftragt. Schliesslich entschied sich das Claraspital für das Generalplanerteam BFB-Architekten, die bereits für die Radioonkologie sowie für die Endoskopie und die neue Bettenstation im Erdgeschoss und 5. West verantwortlich zeichnen.

Das Projekt der BFB-Architekten berücksichtigte beim Wettbewerb nicht nur die Projekte Nord, sondern sämtliche im Lauf des Masterplans des Claraspitals eruierten Bedürfnisse bzgl. Funktion, Prozesse und Fläche. Die Betrachtung des gesamten Spitalgefüges führte zu einem zukunftsorientierten Konzept, welches den Ersatz des Hirzbrunnenhauses vorsieht - die 2. Etappe unserer umfangreichen Bauvorhaben. Dank des neuen Gebäudes werden einzelne Abteilungen neu platziert, organisiert oder zusammengelegt, so dass die Abläufe im Spital besser organisiert werden können.

Beim Projekt Nord wurden die später dazugekommenen Anbauten wie die Kapelle und der Eingang wieder rückgebaut und so die historische Fassade wieder frei gelegt. In der Vorzone wurde unterirdisch ein Technikgeschoss und eine Spitalküche realisiert. Ein Empfangspavillon ergänzt das Hauptgebäude, in dessen Mitte ein Café und eine neue Kapelle gebaut wurden.

Baustart des Projektes war der 10. August 2017. Die Gesamtinvestition beträgt 42 Mio. Franken. Diese stammen aus langjährigen Rückstellungen bzw. eigenen Mitteln.

Das Technikgeschoss

Im 2. Untergeschoss der Vorzone wurde ein Technikgeschoss realisiert. Dort befinden sich nebst ca. 300 Garderoben die neue Sicherungshauptverteilung, das Notstromaggregat, Lüftungsanlagen, der Biomassentank und der Fettabscheider sowie die Kälteproduktionsanlage für die Küche. 

Die neue Küche

Die neue Küche im 1. Untergeschoss erhält dank Lichtschächten und Innenhöfen genügend Tageslicht. Die Innenhöfe der neuen Küche werden als Kräutergärten dienen. Sie machen einen Bezug nach aussen, so dass freundliche und helle Arbeitsplätze entstehen. 

Die Ausgestaltung der Küche wurde in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Mitarbeitenden der Hotellerie erarbeitet. Die Anordnung der neuen, geräumigen Küche folgt streng dem logischen Warenfluss. Täglich werden ca. 1200 Malzeiten für Patienten und Mitarbeitende produziert. Jährlich kommen dazu diverse interne Caterings.

Neuer Ankunftsbereich

Durch die Entfernung der Gestaltungselemente aus diversen Erweiterungsetappen ist in der Vorzone des Claraspitals eine grosszügige und einladende Fläche, mit genügend Abstand zu den Nachbarhäusern entstanden. Als Reminiszenz an die historische Aussenraumgestaltung der Anlage wurde die Zufahrt in der Achse des Hauptgebäudes entsprechend dem historischem Vorbild wiederhergestellt. Sie fungiert allerdings lediglich als Zugang zum Aussenraum des Cafés. 

Auch die Bepflanzung der Vorzone ist in Anlehnung an die historische Gestaltung gehalten. Hecken, die gleichzeitig als Absturzsicherung für die Innenhöfe der Küche dienen, sind das markante Gestaltungselement. Die Öffnungen und die Absenkungen der Oberlichter sind in die Hecken eingelassen ebenso wie Wasserbecken und einige Einzelbäume. 

Anstelle des alten Spitaleingangs wurde ein neuer, pavillonartiger Haupteingang gebaut, der sich auf subtile Art und Weise in die natürliche Umgebung eingliedert und ein freundliches Ambiente in der Ankunftszone des Spitals schafft. Der bisherige Gang im Mitteltrakt wurde zu einer öffentlichen Zone zwischen dem Haupteingang und dem neuen Spitalcafé.

Das neue Café

Das neue Besuchercafé «Café Chiara» befindet sich im Zentrum des historischen Gebäudes. Das zweistöckige, durch einen Luftraum mit Galerie verbundene Café ist sowohl Treffpunkt wie Rückzugsort für Gespräche. Die neue Vorzone bietet zudem Platz für eine Terrasse.

Die Kapelle

Die neue Kapelle mit ca. 75 Sitzplätzen wurde am selben Ort wie zuvor im Zentrum des historischen Gebäudes gebaut - allerdings wurde der unproportionierte Anbau aus den 50er-Jahren zurückgebaut, so dass die historische Fassade des Claraspitals wieder sichtbar ist und in neuem Glanz erscheint.

Die am 1. Dezember von Bischof Felix Gmür eingeweihte und geweihte Kapelle umfasst zwei Stockwerke.

Die überdimensionale Raumhöhe verleiht der Kapelle eine besondere Spannung. Eine Empore sowie eine Orgel unterstreichen das Sakrale. Hochwertige Materialien, haptische Oberflächen und Kunstgegenstände verleihen dem Raum den letzten Schliff.

In der Kapelle werden wie bisher regelmässig Gottesdienste abgehalten. Sie dient aber auch als überkonfessioneller Andachtsraum und Ort der Stille.

Neue Sitzungsräumlichkeiten

Im 5. Stock des Hauptgebäudes wurden im ehemaligen Estrich neue Sitzungszimmer realisiert. Nach aussen ist nun die Dachfassade durch eine neue Fensterfront symmetrisch ausgeglichen und trägt zum harmonischen Eindruck des Gebäudes bei.

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