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Hausarzt-Modell bei Schweizern am beliebtesten

Das Hausarzt-Modell ist das beliebteste Krankenversicherungsmodell der Schweiz. 40 Prozent aller über den Internet-Vergleichsdienst comparis.ch angeforderten Versicherungsvergleiche fielen in der Wechselsaison 2017 auf dieses alternative Modell – gefolgt von Telmed (28 Prozent), HMO (22 Prozent) und dem Standard-Modell (10 Prozent).

In der Schweiz wenden sich zwei Drittel aller Patienten mit ihren Beschwerden zuerst an den Hausarzt. Das beeinflusst auch die Wahl des Krankenversicherungs-modelles: Fast jeder zweite Schweizer interessiert sich bei einem möglichen Krankenkassenwechsel für dieses alternative Versicherungsmodell. 

Bis Ende Dezember: Modell wechseln, Franchise erhöhen und Prämien optimieren

Den grössten Ansturm auf die neue Hausarzt-Funktion verzeichnet comparis.ch naturgemäss in der Krankenkassen-Wechselsaison zwischen September und November. «Wir registrieren aber auch jetzt noch Zugriffe auf das System», sagt Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von comparis. Und erklärt: «Für einen Kassenwechsel ist es jetzt zwar zu spät. Wer aber im Standard-Modell versichert ist und kurzfristig für nächstes Jahr seine Prämienlast doch noch optimieren möchte, der kann bis Ende Dezember innerhalb der gleichen Kasse seine Franchise erhöhen oder in ein alternatives Versicherungsmodell wie das Hausarzt-Modell wechseln.»

Kostenbewusste Versicherte mit tieferen Prämien belohnen

Die starke Nachfrage nach alternativen Versicherungsmodellen stellt deren hohe Attraktivität unter Beweis und zeigt, dass Versicherte bereit sind, zuerst zu telefonieren oder zum Hausarzt zu gehen, anstatt mit Bagatellen die Notfallstationen der Spitäler zu überlasten. Comparis fordert daher, dass Versicherte mit alternativem Modell tiefere Prämien zahlen sollen. Felix Schneuwly: «Wer mit jedem Bobo ins Spital oder zu mehreren Spezialärzten will, soll wesentlich höhere Krankenkassen-prämien bezahlen als die Versicherten, die mit Telemedizin und mit dem Hausarzt-Modell Kosten sparen.»