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Pharmakonzern Teva stösst Verhütungsmittelgeschäft ab

Der weltgrösste Generikahersteller Teva kommt mit seinem Umbau voran. Der Mutterkonzern der deutschen Ratiopharm veräussert sein Geschäft mit dem Verhütungsmittel Paraguard für 1,1 Milliarden Dollar an die Firma CooperSurgical, wie Teva am Montag (Ortszeit) mitteilte.

Das US-Medizintechnik-Unternehmen übernimmt zudem den Produktionsstandort für Paragard in der Stadt Buffalo im US-Bundesstaat New York.

Teva hatte zuvor bekanntgegeben, einen neuen Geschäftsführer gefunden zu haben. Der Posten wird vom Chef des des dänischen Pharmakonzerns Lundbeck, Kare Schultz, übernommen. Tava war seit Februar auf der Suche nach einem Nachfolger für den bisherigen CEO Erez Vigodman, der nach einer Reihe von Rückschlägen seinen Hut nahm.

Schultz steht nun vor der Aufgabe zu entscheiden, ob sich Teva weiter als Hersteller von Nachahmermedikamenten und innovativen Arzneimitteln positioniert, sich aufteilt oder gar aus dem niedrigmargigen Generika-Geschäft verabschiedet.

Zudem muss der neue Chef den Abbau eines Schuldenbergs von mehr als 35 Milliarden Dollar angehen. Dafür will Teva unter anderem sein Geschäft mit Mitteln für Frauenkrankheiten sowie die Sparten mit Krebsmitteln und Schmerzmedikamenten in Europa abgeben.