• sda / barfi / keystone
  • Aktualisiert am

Spitex-Ausgaben steigen im Aargau erneut an

Im Kanton Aargau sind die Kosten für die spitalexterne Hilfe (Spitex) weiter gestiegen. Die Ausgaben erhöhten sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 122,9 Millionen Franken. Die Zahl der Klienten stieg gleichzeitig um 3,7 auf 26'039 Personen.

Die Anbieter von Spitex finanzierten sich zu knapp 66 Prozent durch Einnahmen aus den erbrachten Leistungen. Diese Einnahmen betrugen 81 Millionen Franken, wie aus einem Bericht des kantonalen Statistischen Amtes hervorgeht.

Die öffentliche Hand übernahm von den verbleibenden Kosten 35 Millionen Franken. Trotz übrigen Einnahmen blieb ein Defizit von 2,4 Millionen Franken.

Im Aargau bestehen 62 gemeinnützige Spitex-Organisationen und 25 erwerbswirtschaftliche Organisationen. Hinzu kommen 62 selbstständigerwerbende Pflegefachpersonen. Die Spitex zählt knapp 3200 Mitarbeitende.

Mehrkosten bei Heimen

Auch in den 99 Alters- und Pflegeheimen erhöhten sich die Betriebskosten 2016 im Vergleich zum Vorjahr - und zwar um 3,2 Prozent auf 613,8 Millionen Franken. Rund 6100 Personen lebten in einem Alters- oder Pflegeheim.

Ein Tag im Pflegeheim schlug im Durchschnitt mit 279 Franken zu Buche. Das sind 48 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Leistungen der Alters- und Pflegeheime wurden zu 44,6 Prozent über die Pensionstaxen finanziert. Die Pflegetaxen machten 35,5 Prozent der Erträge aus.

Rund die Hälfte davon bezahlten die Versicherer. Die Gemeinden übernahmen 30,7 Prozent oder 67 Millionen Franken und die Bewohner 18,3 Prozent oder 40 Millionen Franken.