Biberratten ©Zoo Basel
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Tiere aus dem Basler Zolli: Heute die Biberratte

Die Biberratte oder Nutria wird auch Sumpfbiber genannt und ist ein aus Südamerika stammendes und in Mitteleuropa eingebürgertes Nagetier.

  

Biberratten erreichen eine Körperlänge von bis zu 65 cm. Ausgewachsen wiegen sie zwischen acht und zehn Kilogramm. Der runde, kaum behaarte Schwanz hat zudem eine Länge von 30 bis 45 cm. An den Hinterfüssen haben sie Schwimmhäute zwischen den ersten vier Zehen. Die rötlich braune Fellfarbe ist an der Bauchseite leicht gräulich. Die orange Färbung der Nagezähne bei erwachsenen Tieren ist auffällig. Diese wird durch die Eiseneinlagerung hervorgerufen.

Ihre ursprüngliche Heimat in Südamerika sind Flüsse, Seen, Teiche und Sümpfe. Die Haltung in Europa begann ca. 1890 in Frankreich, erste Farmen in Deutschland bestanden seit 1926. Der Hauptabnehmer von Nutriafellen war nach dem Zweiten Weltkrieg die Bundesrepublik Deutschland. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ist die Nachfrage nach Nutriapelzen rückläufig. Aus Nurtiafarmen entkommene Tiere konnten sich aufgrund einer so gut wie nicht stattfindenden Bejagung stark vermehren.

Nutrias sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. Am liebsten mögen sie die Dämmerung. Als fast reine Vegetarier ernähren sie sich hauptsächlich von Blättern, Stängeln, Wurzeln, Wasserpflanzen und Hackfrüchten. Selten fressen sie auch Schnecken, Würmer und Süsswassermuscheln. 

Sie leben entweder paarweise oder in Gemeinschaften von 12 bis 15 Tieren. Nach einer Tragzeit von 19 Wochen bringen Weibchen sechs bis acht recht weit entwickelte, bereits sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die bereits nach fünf Monaten geschlechtsreif sind. Zwei bis drei Würfe pro Jahr sind deshalb möglich.