Unmarkierte Glasflächen führen häufig zu Kollisionen mit Vögeln. Vögel, die in eine Glasscheibe prallen, verenden meistens innerhalb von einigen Stunden – auch wenn sie zuerst noch wegfliegen konnten!  © BirdLife Schweiz
Unmarkierte Glasflächen führen häufig zu Kollisionen mit Vögeln. Vögel, die in eine Glasscheibe prallen, verenden meistens innerhalb von einigen Stunden – auch wenn sie zuerst noch wegfliegen konnten! © BirdLife Schweiz
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Tierfallen bei Gebäuden und Gärten vermeiden

Der Vogelschutz Schweiz appelliert an Hausbesitzer und Gärtner, Fallen für Tiere zu vermeiden. So sollten etwa grosse Glasflächen als Hindernis sichtbar gemacht werden. Vögel fliegen sonst gegen sie und verenden in der Regel kurz danach.

Auch sollten keine Büsche vor spiegelnden Glasflächen stehen, teilte SVS/BirdLife Schweiz am Dienstag mit. Neben dem Glas an Gebäuden gilt es auch, Einschlupflöcher und Nistplätze für tierische Mitbewohner wie Fledermäuse oder Vögel bei Renovationen zu erhalten. Allgemein rät die Organisation, Renovationen am Haus sowie Heckenschnitte und Baumfällaktionen nicht in der Brut- oder Aufzuchtzeit von April bis August durchzuführen.

Zäune und Netze stellen für viele Tiere eine Gefahr dar. Vor allem auf Netze sollte man verzichten. Wo das nicht möglich ist, sollte das Netz fachgerecht angebracht werden. Für Igel und andere kleinere Tiere sollte bei Zäunen 15 Zentimeter ab Boden offen bleiben.

Schächte, Schwimmbecken, Wassertonnen und Treppen sind für Igel, Frösche oder andere kleinere Tiere ebenfalls mögliche Fallen. Ein feines Gitter über einem Schacht oder eine Abdeckung über dem Schwimmbecken beseitigt diese Gefahr.

Wo dies nicht möglich ist, kann ein nicht allzu steil angestelltes Brett als Ausstiegshilfe dienen, raten die Tierschützer. Insekten sind froh über eine Starthilfe in Form schwimmender Bretter.

Ferner gilt es gerade im Bezug auf Insekten der nächtlichen Beleuchtung Rechnung zu tragen. Generell raten die Tierschützer zu naturfreundlichen Lichtquellen, die nur bei Bedarf leuchten.