Foto: Architektur Basel
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Architekturstadt Basel erhält eigenes Architekturmagazin

Seit zwei Monaten hat Basel ein eigenes Online-Architekturmagazin: www.architekturbasel.ch Hier wird über Architekturwettbewerbe, Veranstaltungen, Projekte, Baustellen, Baukultur, Bücher oder Architekturhistorisches geschrieben. „Architektur Basel entstand vor zwei Jahren als Facebook-Seite, die überraschend schnell grossen Zuspruch fand“, erklärt Mitgründer und Architekt Lukas Gruntz. Heute hat Architektur Basel auf Facebook über 4‘300 Abonnenten und eine stetig wachsende, diskussionsfreudige Community.

„Insbesondere bei Wettbewerben wie dem geplanten Heuwaage-Hochhaus oder dem neuen Biozentrum werden auf unserer Seite leidenschaftliche Diskussionen geführt“, meint Redaktorin Céline Dietziker. Dabei zeige sich, dass Architektur in Basel viele Menschen bewege – und man deshalb unbedingt eine konstruktive Diskussionskultur etablieren wolle. Das neue Online-Magazin funktioniert gleichermassen als Baugedächtnis und Newsplattform. Spezielle Features sind die interaktive Stadtkarte, worin Artikel zu Bauten lokalisiert sind, oder die alphabetische Liste mit den Namen sämtlicher Architekten, die auf der Seite zur Sprache kommen.

Hinter dem Magazin stecken viel architektonische Leidenschaft, ehrenamtliche Arbeit und ein kollektiv bestehend aus sieben jungen ArchitektInnen. Das Ziel: Die Diskussion zwischen Laien und Experten soll angeregt werden – damit das Verständnis für die gesellschaftliche Bedeutung der Basler Baukultur gefördert wird. Architektin und Redaktorin Mireille Holbaum findet: „Wir Architekten bauen nicht für uns Architekten, sondern für die ganze Bevölkerung vom Primarschüler bis zur Urgrossmutter.“ In der Basler Architekten-Bubble diskutiert man gerne und viel über Architektur, der Austausch mit Laien werde hingegen gescheut.

Architektur Basel bietet einen niederschwelligen Zugang zu architektonischen Informationen und Neuigkeiten. Céline Dietziker erklärt: „Wir haben Leser die bei jedem Neubau-projekt laut “Betonklotz“ schreien, unsere Baukultur-Serie zu den Häusern des Fin de Siècle im Paulusquartier jedoch super finden. Wichtig scheint uns das Aufzeigen von baukulturellen Zusammenhängen.“ Solche Leser lassen sich durchaus für frühmoderne Stahlskelett-Bauten aus den 1920er Jahren in Riehen begeistern. „Wir verstehen Baukultur als regionales Phänomen. Darauf wollen wir uns inhaltlich noch stärker fokussieren. Von Leymen bis Langenbruck. Da gibt es viele tolle Bauten zu entdecken“, ergänzt Redaktor Simon Heiniger. Architektur Basel will Bezüge schaffen – zwischen Vergangenem und Neuem, Stadt und Haus, Tradition und Fortschritt, Alt- und Neubau.