Barkley Hendricks: «My Man Superman (Superman never saved any Black people)» in der Ausstellung  Soul of a Nation, exploring the art made by African American artists between 1963 and 1983, in London.
Barkley Hendricks: «My Man Superman (Superman never saved any Black people)» in der Ausstellung Soul of a Nation, exploring the art made by African American artists between 1963 and 1983, in London.
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Black Power und Kunst: Neue Schau in Tate Modern

Wie reagierten afroamerikanische Künstler auf die turbulenten Ereignisse und Umwälzungen der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King und anderen in den USA? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung in der Tate Modern in London, die am (morgigen) Mittwoch eröffnet wird. "Soul of a Nation: Art in the Age of Black Power" zeigt rund 60 Werke der verschiedensten Strömungen zwischen 1963 und 1983. Die Schau wird bis zum 22. Oktober gezeigt.

Tate-Direktorin Frances Morris will mit der Ausstellung ihr Programm fortsetzen, bisher "nicht gebührend anerkannte Kunst" aus Afrika, Asien, dem Nahen Osten oder Russland in einen "grösseren internationalen Rahmen" zu stellen."Wir alle gehören zu einer einzigen Welt, heute mehr denn je", sagte sie am Dienstag.

Laut Kurator Mark Godfrey stellte sich für schwarze Künstler der damaligen Zeit vor allem die Frage, was schwarze Kunst sei, an wen sie sich richten solle und wo und wie sie präsentiert wird. Die Antwort, so zeigt die Ausstellung, liegt in einer Vielfalt der Ausdrucksformen, von figurativ bis zu abstrakter Malerei, beissender Gesellschaftskritik, Wandmalerei, Fotografie bis zu Collagen und Skulpturen aus Nylonstrümpfen oder Menschenhaar. "Eine einheitliche Antwort gab es nicht", sagte Godfrey."Das Positive lag in der Vielfalt der Antworten."