Filmstill aus Teaser für Omer Fasts Ausstellung im "Jeu de Paume", Paris.
Filmstill aus Teaser für Omer Fasts Ausstellung im "Jeu de Paume", Paris.
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Israelischer Videokünstler mit erster Soloschau in Berlin

Der israelische Videokünstler Omar Fast wird in Berlin erstmals in einer grossen Soloausstellung vorgestellt. Der Martin-Gropius-Bau zeigt von Freitag an sieben seiner Projekte, die sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Dokumentation und Fiktion auseinandersetzen.

Verbunden sind die Videoarbeiten durch drei inszenierte "Warteräume", die der Künstler für die Ausstellung konzipiert hat, teilte das Museum mit.

Omar Fast wurde 1972 in Jerusalem geboren und wuchs in den Vereinigten Staaten auf. Der Gropius-Bau zählt den seit 2001 in Berlin lebenden Künstler zu den markantesten Filme- und Videomachern seiner Generation. In seinen filmischen Kunstwerken erzähle er beklemmend und berührend zugleich von Trauma, Krieg und Beziehungen, hiess es.

Omar Fasts neue Arbeit "August" (2016) etwa stellt den bekannten Kölner Fotografen August Sander (1876-1964) in surrealen Traumsequenzen vor. Am Ende seines Lebens wird er von seinem verstorbenen Sohn und seinen fotografierten Figuren heimgesucht. Die Ausstellung läuft bis zum 12. März 2017.