Winkelriedhaus Stans. ©Roland Zumbühl / wikimedia.commons.org
Winkelriedhaus Stans. ©Roland Zumbühl / wikimedia.commons.org
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Jahresprogramm des Nidwaldner Museums

Neben den Dauerausstellungen stehen spannende Sonderausstellungen im Bereich Kunst und Geschichte auf der Agenda. Die Ausstellungen werden von Schlaglichtrundgängen mit Gastreferenten, öffentliche Führungen und vielseitigen Events ergänzt.

«Alte Meister» - Eröffnung: Freitag, 3. Februar 2017, 18.30 Uhr. Nidwaldner Museum Winkelriedhaus

Mit der Ausstellung «Alte Meister» werden über 200 Werke aus mehreren Jahrhunderten gezeigt – unter anderem von van Dyck, Girardet, Kauffmann, Rigeaud, Jordaens sowie Peter Paul Rubens und Werkstatt. Für das Publikum ist dies die einzige und einmalige Gelegenheit, die verborgenen Schätze der Frey-Näpflin-Stiftung in ihrer Gesamtheit zu sehen.

Festival: Sonntag, 9. April 2017, 13.30 – 17.00 Uhr: Insbesondere weisen wir auf diesen Begleitanlass hin. «Junge Künstlerinnen» aus unterschiedlichen Disziplinen reagieren auf die Ausstellung «Alte Meister» und stellen den Bezug zur Gegenwart her: Quartett PLUS 1 aus Hannover mit Kathrina Hülsmann, Katharina Pfänder, Lisa Stepf und Kristina van de Sand, die aus Zürich stammende und in Den Haag lebende Tänzerin Anna Herrmann sowie die Luzerner Schauspielerin Samia von Arx.

«Schilter – die Geschichte der Stanser Maschinenfabrik» Eröffnung: Freitag, 31. März 2017, 18.30 Uhr. Nidwaldner Museum Salzmagazin

Die Berge hatte die Stanser Maschinenfabrik Schilter mit seinen geländegängigen Kleintransportern erobert, aber den Boden unter den Füssen verloren. Die Geschichte der Firma Schilter lässt an Dramatik nichts zu wünschen übrig. Das Stanser Unternehmen gilt als Pionier der mechanisierten Berglandwirtschaft. Einem beeindruckenden Aufstieg vom 3-Mann-Betrieb Ende der 50er-Jahre zu einem international tätigen KMU mit 270 Mitarbeitern am Anfang der 70er-Jahre folgt ein tosender Zusammenbruch, bei dem auch gleich noch die Nidwaldner Kantonalbank ins Strudeln gerät. Das Nidwaldner Museum zeigt mit der Ausstellung über Schilter ebenso ein Stück Landwirtschafts- wie auch Nidwaldner Wirtschaftsgeschichte. Neben öffentlichen Führungen und Schlaglichtrundgängen sind folgende Anlässe besonders erwähnenswert:

Motorenlärm und Ölgestank. Ein Spoken-Word-Abend im Museum. Eine Kooperation mit dem lit.z: Mittwoch, 21. Juni 2017, 18.30 Uhr

Schiltergeschichten. Zeitzeugen erzählen. Eine Kooperation mit dem lit.z, Mittwoch, 20. September 2017, 18.30 Uhr

«Augustin Rebetez und Laurent Güdel» - Eröffnung: Freitag, 9. Juni 2017, 18.30 Uhr. Nidwaldner Museum Winkelriedhaus

Die Arbeiten von Augustin Rebetez bewegen sich zwischen Tragik und Poesie und halten uns mit häufig schrägem Humor einen kritischen Spiegel vor Augen.

Für die Ausstellung im Nidwaldner Museum hat Augustin Rebetez den Musiker, Grafikdesigner und bildenden Künstler Laurent Güdel eingeladen. Gemeinsam nehmen sie das Winkelriedhaus mit Pavillon in Stans in Beschlag. Darüber hinaus dient ihnen die Festung Fürigen in Stansstad mit Originalausstattung aus den 1940er Jahren als Ausgangspunkt für eine vor Ort entwickelte Arbeit.

Generationen im Museum, Animationsworkshop: Samstag, 26. August 2017, 13.00 – 17.00 Uhr: Unter dem Titel Generationen im Museum findet ein Animationsworkshop statt. Details folgen.

«archithese – die frühen Jahre» - Eröffnung: Freitag, 3. November 2017, 18.30 Uhr. Nidwaldner Museum Winkelriedhaus

In der Architekturzeitschrift archithese hinterliess auch Nidwalden seine Spuren: Auf Initiative des Hergiswiler Architekten Hans Reinhard wurde die Fachzeitschrift 1971 gemeinsam mit dem Luzerner Kunsthistoriker Stanislaus von Moos gegründet, «um einen konstruktiven Beitrag zur Lösung der heutigen Architekturprobleme zu leisten». Rasch entwickelte sich die Zeitschrift zu einem intellektuellen Forum für Fragen des Städtebaus und der Architektur im In- und Ausland.

In der Ausstellung zur Schriftenreihe konzentriert sich das Nidwaldner Museum auf die Hefte der Jahre 1972 – 1976. Die Inhalte wirken bisweilen noch heute nach: Themen wie Urbanismus, Monotonie oder Las Vegas spielen immer wieder eine Rolle in der aktuellen Debatte.

«Mutig, trotzig, selbstbestimmt – Nidwaldens Weg in die Moderne» Dauerausstellung Nidwaldner Museum Salzmagazin
1. April 2017 – 29. Oktober 2017

Bis 1848 lehnte Nidwalden sämtliche nationalen Verfassungen ab und wurde 1798 sogar mit Waffengewalt zur Zugehörigkeit gezwungen. Sture Nidwaldner? Die Realität war komplizierter. Hinterwäldlerkanton Nidwalden? Keineswegs. Der Kleinkanton, der bis zum besseren Anschluss ans Eisenbahn- und Nationalstrassennetz 1954 geografisch stark isoliert war, brachte dank fortschrittlichen Persönlichkeiten auch erstaunliche Werke hervor. Die historische Dauerausstellung gibt in sieben «Nidwaldner Geschichten» einen Überblick über die letzten 750 Jahre.

Museumstag - Generationen im Museum: Der Zahn der Zeit – Nidwaldner Geschichten neu erzählt: Sonntag, 21. Mai 2017, 14.00 – 16.00 Uhr

«Museum Festung Fürigen» - Dauerausstellung 1. April 2017 – 29. Oktober 2017

In knapp zwei Jahren, 1941/42, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurden zwischen Stansstad und Kehrsiten über 200 Meter Stollen in den Bürgenberg getrieben und zur Festung ausgebaut. Eine ganze Kompanie Soldaten war dieser Festung zugeteilt. Die Festung Fürigen ist bis heute mit ihrer Originalausstattung erhalten. Als beeindruckender Zeitzeuge vermittelt sie einen realen Eindruck davon, wie die Situation der Schweiz vom Zweiten Weltkrieg bis zum Kalten Krieg militärisch eingeschätzt wurde.

Öffentliche Führungen: Jeweils am 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr. Führungen auf Anmeldung das ganze Jahr möglich.

«Nachhall und Witterung» - Dauerausstellung ganzjährig

Das Nidwaldner Museum besitzt eine umfangreiche und vielfältige Sammlung von Kunstwerken aus der Zentralschweiz. Bei zwei geführten Rundgängen vom 1. Februar und 7. Juni 2017 erfahren Besucher Hintergründe zu den Werken der Dauerausstellung.

Themen wie die Nidwaldner Votivkunst sind ebenso vertreten wie Porträt-, Historien- und Landschaftsmalereien von Johann Melchior Wyrsch, Melchior Paul von Deschwanden oder Josef Zelger. Das Nidwaldner Museum zeigt auch bisher noch nie ausgestellte Artefakte und Archivalien aus dem Nachlass von Annemarie von Matt sowie eine spannende Auswahl von Arbeiten von Paul Stöckli, Hans von Matt, Joseph Maria Odermatt und Arnold Odermatt. Zeitgenössische Arbeiten von Paul Lussi, Judith Albert sowie Heini und Barbara Gut geben Einblick in das aktuelle Kunstschaffen in der Innerschweiz.

Der Schlaglicht-Rundgang von Mittwoch, 1. Februar 2017, 18.30 Uhr, setzt mit dem Kulturwissenschaftler Urs Beat Frei den Fokus auf Objekte christlicher Sakralkultur.