Joel Shapiro: «Study (20 Elements)», 2004 Kaseinfarbe auf Holz, © SIK-ISEA | ©ProLitteris
Joel Shapiro: «Study (20 Elements)», 2004 Kaseinfarbe auf Holz, © SIK-ISEA | ©ProLitteris
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Joel Shapiro im Kunstmuseum Winterthur - "Floor Wall Ceiling"

Mit seiner Ausstellung "Floor Wall Ceiling" bespielt der 1941 geborene US-amerikanische Bildhauer Joel Shapiro im Kunstmuseum Winterthur ganze Räume: Seine Skulpturen stehen auf dem Boden, haben die Wände als Basis oder hängen von der Decke. Die Schau dauert vom 11. Januar bis 17. April.

Shapiro nimmt Bezug auf den Minimalismus der 1960er Jahre. Allerdings verkehrt er dessen reduzierte, abstrakte Formensprache in ihr Gegenteil, indem er damit figürliche Anspielungen verbindet, wie das Kunstmuseum Winterthur in seiner Ankündigung schreibt.

Zu sehen sind frühe Bodenskulpturen, an denen sich der Übergang zu figürlich ausgerichteten Arbeiten beobachten lässt. Weiter zeigt die Ausstellung Holzreliefs von 1979-1980: simple Holzstücke, die Shapiro zu komplexen raumhaltigen Gebilden zusammenfügt.

Joel Shapiro: «Untitled», 2014 Kaseinfarbe auf Holz, H: 40.5, B: 41.4, T: 22.5 cm Long Island City, Studio Joel Shapiro, JS 2166 Arb. Nr. 47 © Joel Shapiro Studio, Long Island City, NY | ©ProLitteris

In seinen jüngsten Werken schliesslich kommt der Künstler auf seine Reliefs zurück. Diese Arbeiten aus Holz sind aus Stäben und Latten lose zusammengefügt. Manche sind an der Wand angebracht, andere hängen von der Decke. Am weitesten geht - so das Museum - die Arbeit "Float" (2009), in der wenige farbige, im Raum schwebende Elemente in Beziehung zueinander gebracht werden.