Das Kunstmuseum Bern hat ein bewegtes Jahr hinter sich. International viel Beachung fand die Gurlitt-Ausstellung.
Das Kunstmuseum Bern hat ein bewegtes Jahr hinter sich. International viel Beachung fand die Gurlitt-Ausstellung.
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Richtungsweisendes Jahr für Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee

Eine Revolution, ein herausforderndes Erbe, internationale Zusammenarbeit und eine illustre Sammlung: Das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee haben neu unter gemeinsamem Dach ein ereignisreiches Jahr hinter sich.

Unter der gemeinsamen Führung "wird der Kunstplatz Bern gestärkt", zeigte sich Jürg Bucher, Präsident der Dachstiftung der beiden Häuser am Dienstag vor den Medien in Bern überzeugt.

Bucher führt dies unter anderem auf regional, national und international beachtete Ausstellungen und eine "künstlerisch und kaufmännisch professionelle Leitung" zurück. Die Verantwortlichen der beiden Häuser rechnen bis Ende Jahr mit über 200'000 Besucherinnen und Besuchern.

Direktorin Nina Zimmer hielt ihrerseits fest, sie sei stolz, "was wir mit den Teams der beiden Häuser auf die Beine gestellt haben." Zimmer sprach von einem Jahr "voller besonderer Herausforderungen, die wir gemeinsam gemeistert haben".

Parallelausstellungen in beiden Häusern widmeten sich der Kunst der Russischen Avantgarde. Dann konnte das Kunstmuseum eine temporäre Erweiterung seiner Bestände mit dem Erhalt der Sammlung Hahnloser/Jäggli vermelden. Grosse Aufmerksamkeit wurde dem Kunstmuseum mit der Aufarbeitung des Gurlitt-Erbes zuteil.

Anfang November konnte das Kunstmuseum zusammen mit der Bundeskunsthalle Bonn die Doppelausstellung "Bestandesaufnahme Gurlitt" eröffnen. Bisher besuchten rund 28'000 Besucher die Ausstellung in Bern. Im kommenden Jahr wird der Bonner Teil der Ausstellung nach Bern kommen und der Berner Teil nach Bonn.

Kulturelle Teilhabe

2018 wollen die beiden Häuser das Blickfeld erweitern und neue Formate denken. Das Zentrum Paul Klee wagt mit der Ausstellung "Touchdown" eine Ausstellung, die von Menschen mit und ohne Down-Syndrom konzipiert wird. Dabei steht die kulturelle Teilhabe im Mittelpunkt.

Das Kunstmuseum wird nächstes Jahr die "République Géniale" zeigen, ein Projekt, in dem Künstlerkollektive und neue Formate des Miteinanders im Zentrum stehen. Ebenfalls nächstes Jahr widmet sich das Haus dem Künstler Ferdinand Hodler, dessen Todestag sich zum 100. Mal jährt.