Bundesstrafgericht in Bellinzona.
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Schweizer Rechtshilfe an Monaco im Fall von zwei Kunsthändlern

Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hat eine Beschwerde von zwei Kunsthändlern abgewiesen. Die beiden Männer wollten die Herausgabe von Schweizer Bankdokumenten an die Justiz von Monaco verhindern. Dort wird wegen Betrugs und Geldwäscherei im Zusammenhang mit dem Verkauf von 37 Kunstwerken ermittelt.

Die Werke, darunter Bilder bekannter Maler wie Picasso und Modigliani, wurden vom russischen Milliardär Dmitry Rybolowlew gekauft. Einer der beiden Beschwerdeführer, der aus Genf stammende Kunsthändler Yves Bouvier, agierte dabei als Vermittler. Rybolowlew wirft Bouvier vor, die Werke zu überhöhten Preisen verkauft zu haben.

Die beiden Kunsthändler rügten vor der Beschwerdekammer unter anderem, dass sie nicht zu allen Unterlagen hätten Stellung nehmen können, die den monegassischen Behörden geliefert werden sollten.

Das Bundesstrafgericht lässt diesen Einwand nicht gelten. Es führt aus, dass die Betroffenen mehrmals aufgefordert worden seien, sich zu äussern, von der Möglichkeit aber keinen Gebrauch gemacht hätten.

Das Gericht hält weiter fest, dass der Umfang der Dokumentation verhältnismässig sei. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer gehe das Material nicht über das Ersuchen der Behörden Monacos hinaus. (Entscheide RR.2016.275-276 und RR.2016.269-270 vom 31.05.2017)