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Das Historische Museum Basel plant die Zukunft

Das Historische Museum Basel beteiligt sich im Herbst 2016 am «Muséomix». Der Kreativmarathon stammt ursprünglich aus Frankreich. Zum ersten Mal wurde ein Museum aus Basel ausgewählt, um sich dabei zu beteiligen.

Wer geht noch in ein Museum, um zu staunen? Der Ursprung der Museen liegt in den sogenannten «Wunderkammern», die in der Zeit der Spätrenaissance und während des Barock aufkamen. Ihre Nachfolger, die Museen, kämpfen vermehrt darum, die Besucher anzulocken, die Begeisterung fürs Entdecken und Staunen wieder aufkommen zu lassen. Das Historische Museum Basel läutete das digitale Zeitalter mit sogenannten Tweevenings in der Barfüsserkirche ein. Doch dieses Jahr wird es einen weiteren Schritt wagen.

Kreativmarathon

Das Historische Museum Basel beteiligt sich am Muséomix, einem Kreativmarathon, der die Zukunft der Museen in den Fokus setzt. «Am Museomix wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert», erklärt Daniele Turini, eCulture, Marketing & Kommunikation des Historischen Museums Basel. Wie sollte man sich also den Muséomix vorstellen? «Während drei Tagen bearbeiten sechs Teams à sechs Personen je eine Fragestellung, die wir vorgeben», so Turini. Am Ende dieser Tage muss jedes Team ein Ergebnis präsentieren, in Form eines Prototyps. Anders gesagt: Das Museum stellt sechs Aufgaben, die die Zukunft des Museums betreffen. Je ein Team wird sich einer Aufgabe annehmen und eine Lösung präsentieren Die Lösung ist jedoch nicht etwas Abstraktes, sondern ein Objekt oder eine App. Hier ein Beispiel aus einem vergangenen Muséomix in Nyon.

Wer nun denkt, dass das Museum von Gratis-Denkarbeit profitiert, hat sich getäuscht. «Wir küren ein Siegerprojekt, das wir umsetzen werden. Wir würden dann ein Mandat an die Sieger vergeben.» Die Projektgruppen werden 36 Teilnehmende zählen, insgesamt arbeiten jedoch etwa 100 Leute während den drei Tagen des Muséomix. «Wir sind auf der Suche, auch nach Freiwilligen, die während des Kreativmarathons helfen», sagt Turini. Wer gerne mithelfen möchte, kann sich direkt beim Historischen Museum Basel melden. 

Das Museum, ein lebendiger Ort

Zum ersten Mal beteiligt sich ein Basler Museum am Projekt «Muséomix», das eigentlich aus Frankreich stammt. Es schwappte schon in die Romandie, letztes Jahr fand der Kreativmarathon in Bern statt. Dieses Jahr wurde neben dem Museum für Geschichte auch ein Museum in Nyon ausgewählt. «Man kann nicht einfach am Muséomix teilnehmen. Wir mussten uns bewerben und wurden dann ausgewählt», so Turini. Während den drei Tagen wird das Historische Museum Basel ganz im Zeichen des Marathons stehen: Interessierte Besucher können gratis ins Museum, sich durch den Museomix führen lassen und den Mixern über die Schulter schauen. Am Ende des Marathons werden die sechs Prototypen ausgestellt. «Wir möchten mit dem Muséomix den Austausch mit dem Publikum fördern», so Daniel Turini. «Das Museum solle auch in Zukunft ein lebendiger Ort bleiben.»

Wie der Muséomix in Bern ausgesehen hat, hier im Video 

Der Muséomix 2016 in Basel am 11., 12. und 13. November 2016. Mehr Informationen unter http://www.museomix.ch/de/basel/