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Basel-Landschaft entscheidet im Mai über die Ausbildung von Schülern und Lehrern

Am 21. Mai gelangen in vier Kantonen völlig unterschiedliche Bildungsvorlagen an die Urne, darunter auch Basel-Landschaft. Dort befinden die Stimmberechtigten darüber, ob Lehrer vor ihrer Ausbildung zwingend die Uni besuchen müssen.

Im Kanton Basel-Landschaft wird über die unformulierte Initiative "Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrpersonen" abgestimmt. Sie richtet sich gegen die heutige Lehrerausbildung nur an der Pädagogischen Hochschule (PH) ohne Uni-Studium.

Konkret verlangt das Volksbegehren, dass Lehrpersonen an einer Baselbieter Sekundarschule nur noch dann unbefristet angestellt werden können, wenn sie ein Studium an einer Universität oder an der ETH absolviert haben. Erst nach dem Studium soll eine pädagogische Ausbildung an einer PH oder einem Lehrerseminar erfolgen.

Die Initiative war von einem Bildungsreform-kritischen Komitee eingereicht worden. Mit der stärkeren Gewichtung der Fachausbildung an der Universität will dieses die Qualität des Unterrichts steigern.

Gemäss Regierung würde eine Annahme die Rekrutierung erschweren und den Lehrkräftemangel im Kanton verschärfen. Das heutige Ausbildungssystem biete eine "zweckdienliche Flexibilität" und sei "qualitativ hochstehend".

Auch in drei anderen Kantonen wird über Bildungsvorlagen abgestimmt. Die Zürcher entscheiden über Fremdsprachen, die Solothurner über den Lehrplan 21 und die Obwaldner über ausserschulische Betreuung.