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Basler Ethikkommission sagte Ja zu Cannabis-Studie

Mit der Ablehnung der Berner Cannabis-Studie durch den Bund ist die Durchführung von ähnlichen Forschungsvorhaben in anderen Städten ungewiss. Betroffen ist auch ein Projekt im Kanton Basel-Stadt. Der Zufall will es, dass die Basler Ethikkommission diesem just am Dienstag zugestimmt hat.

Im Kanton Basel-Stadt wäre eine Studie geplant, im Rahmen derer Erwachsene Cannabis zur Linderung von subjektiven Beschwerden konsumieren und den Stoff in ausgewählten Apotheken beziehen.

Die Basler Studie sollte zeigen, ob das Angebot des legalen Cannabisverkaufs genutzt wird und wie sich dieses auf das Konsumverhalten der Betroffenen auswirkt. Das Basler Gesundheitsdepartement würde das Projekt gemeinsam mit den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel durchführen.

Die Ethikkommission hat das Projekt mit kleineren Auflagen bewilligt. Den Auflagen habe man entsprechen können, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Dienstagabend mit.

Die Universität Bern hat in Zusammenarbeit mit einer interurbanen Arbeitsgruppe für die Stadt Bern ein detailliertes Forschungsprojekt zur Cannabisregulierung erarbeitet. Die Städte Biel, Luzern und Zürich planten, sich diesem Vorhaben anzuschliessen.

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Dienstag das Gesuch der Universität Bern abgelehnt. Die aktuelle Gesetzgebung erlaube in einem solchen Fall keine Ausnahmebewilligung, so die Begründung.

Die Städte zeigten sich in einer Mitteilung enttäuscht über die Ablehnung des Berner Projekts durch den Bund. Die Studie hätte sachliche Grundlagen für die weitere Diskussion geliefert.

Das Thema Cannabis werde die Städte weiterhin beschäftigen. Eine Lösung für den künftige Umgang der Gesellschaft mit Cannabis ist nach Ansicht der Städte dringend und wichtig.