• sda / barfi / keystone
  • Aktualisiert am

Basler Schulen sollen an Hitzetagen Prüfungen vermeiden

Als letzter Deutschschweizer Kanton hatte Basel-Stadt 2003 eine Hitzefrei-Regelung für die Schulen abgeschafft. Hauptgrund für das Aus war, dass die kurzfristig verfügten Hitzeferien berufstätige Eltern vor grosse organisatorische Probleme stellte.

Hitzefrei war ab 1975 für die Basler Schulen dann verfügt worden, wenn das Thermometer um 8.30 Uhr mehr als 21 Grad Celsius anzeigte und die relative Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent betrug. Von der Hitzefrei-Regelung ausgenommen waren Kindergärten, Berufsschulen und Tagesschulen.

Seit der Abschaffung der Hitzeferien vor 14 Jahren appelliert das Basler Erziehungsdepartement an den "gesunden Menschenverstand" der Lehrerschaft, wie es auf Anfrage hiess. Schulen und Lehrpersonen seien für die Organisation des Unterrichts verantwortlich. Der sommerlichen Hitze solle nach Möglichkeiten jedoch Rechnung getragen werden, steht in einem Merkblatt zu Hitzetagen.

Mit Ausnahme der Abschlussprüfungen sollen demnach etwa Prüfungen an Hitzetagen vermieden werden. Ebenfalls sollen keine langen Konzentrationsaufgaben erteilt und der Unterricht wenn möglich nach draussen verlegt werden, beispielsweise in den Wald, ins Schwimmbad oder in den Schatten des Pausenhofs.

Zudem sollen die Schulzimmer am Morgen früh gelüftet und danach die Storen heruntergelassen werden. Schülerinnen und Schüler sollen zudem an Hitzetagen auch während des Unterrichts genug Wasser trinken.