Bild: Friedrich Miescher Institut
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EU-Geldsegen für 25 Schweizer Forschende - darunter auch ein Basler Institut

Der Europäische Forschungsrat ERC hat seine begehrten Forschungsstipendien, die ERC Advanced Grants, in der aktuellen Ausschreibungsrunde an 231 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Europa vergeben. 25 Stipendien wurden an Schweizer Forschungsinstite vergeben. Drei davon an das Basler Friedrich Miescher Institut.

Fünf Forscherinnen und 20 Forscher in der Schweiz können sich über eines der Stipendien von jeweils rund 2,5 Millionen Euro freuen. Nach Deutschland mit 45 und Grossbritannien mit 41 Stipendiaten belegt damit die Schweiz den dritten Platz unter den Ländern mit den meisten erfolgreichen Gesuchen. Die Advanced Grants sollen etablierte Forschende mit hervorragendem Leistungsausweis während fünf Jahren unterstützen.

Den grössten Erfolg konnte die ETH Zürich mit acht Advanced Grants an ETH-Forscher im Wert von rund 20,2 Millionen Euro verbuchen, gefolgt von der Uni Zürich mit zwei Stipendiatinnen und drei Stipendiaten, die insgesamt Fördergelder im Wert von 13 Millionen Euro erhalten. Das Friedrich Miescher Institut in Basel konnte drei Advanced Grants verbuchen, die Uni Bern und die ETH Lausanne (EPFL) jeweils zwei im Wert von etwa 5 Millionen Euro.

Schweiz schneidet gut ab

Die geförderten Forschungsthemen sind vielfältig, von den Rätseln um Dunkle Materie, über weiche Mikroroboter, die im Körper Wirkstoffe transportieren könnten, bis hin zum Immunsystem von Neugeborenen.

Dieses Jahr feiert der ERC sein zehnjähriges Bestehen. Die Bilanz zeigt, dass die Schweiz im knallharten Wettbewerb um die ERC-Forschungsförderung extrem gut abgeschnitten hat. Besonders die beiden ETHs konnten eine überdurchschnittliche Erfolgsrate bei den Gesuchen ihrer Forschenden verbuchen. Rund jeder dritte Antrag von Forschenden der ETH Zürich und der EPFL hat der ERC bewilligt. Die durchschnittliche Erfolgsrate liegt bei nur rund 10 Prozent.

Besonders beeindruckend ist die gute Bilanz der Schweiz der vergangenen zehn Jahre auch deshalb, weil hiesige Forschende 2014 an zwei Ausschreibungen der ERC-Fördermittel nicht teilnehmen konnten: Im Nachgang der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014 war die Schweiz vorübergehend von den ERC-Förderprogrammen ausgeschlossen.