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FHNW-Erfindung für die Raumfahrt gewinnt Innovationspreis

Forscher der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben spezielle Gewindeeinsätze für Satelliten entwickelt, die sich vollständig automatisiert einsetzen und verkleben lassen. Für die Entwicklung werden sie mit dem YPSOMED Innovationspreis 2016 ausgezeichnet.

Diese an der FHNW gemachte Erfindung sei ein Musterbeispiel gezielter, innovativer und zukunftsorientierter Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft, sagte Peter Mürner, Stiftungsrat des YPSOMED Innovationsfonds gemäss einer Mitteilung der FHNW vom Mittwoch. Der Innovationspreis ist mit 30'000 Franken dotiert.

Mit den besagten Gewindeeinsätzen, "Inserts" genannt, werden Instrumente, Aggregate und Sensoren an der Tragstruktur eines Satelliten befestigt, schrieb die FHNW. Ein durchschnittlicher Kommunikationssatellit habe 5000 bis 10'000 solcher Inserts, die bisher nur manuell eingebaut werden konnten.

Das änderte sich mit dem von den FHNW-Forschern entwickelten Insert "GreDom". Auf dessen Grundlage und dank Erkenntnissen aus dem Projekt konnte der Industriepartner RUAG Space eine Maschine entwickeln, die die Satellitenpaneele automatisiert zuschneidet, Löcher bohrt, Klebstoff aufträgt und die Inserts platziert.

Auch dank dieser Innovation habe RUAG Space den Zuschlag für den Bau der OneWeb-Satellitenstruktur erhalten, sagte RUAG-CEO Urs Breitmeier gemäss der FHNW-Mitteilung. Das Ziel dieses Grossprojekts ist es bis Ende 2020 flächendeckend Breitband-Internet zur Verfügung zu stellen. Dafür benötigt werden insgesamt 900 Satelliten - die bisher grösste Serienproduktion im Satellitenbau.