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Fürstlich bezahlter Roche-Chef Severin Schwan laut heutiger Sonntagszeitung unter Beschuss

CEO Severin Schwan, Roche-Chef, ist neu auch Vizepräsident der Credit Suisse: Zwei fordernde Mandaten-Funktionen von zwei bedeutenden Unternehmen.

Laut Sonntagszeitung stören sich "prestigetreiche Investoren" daran, dass CEO Severin Schwan, Roche-Chef und neu auch Vizepräsident der Credit Suisse, gewichtige Mandate bei einen weiteren Unternehmen einnimmt. Der 49-Jährige ist derzeit beireits ohnehin stark gefordert: Am letzten Dienstag brach der Kurs des Pharmagiganten an der Börse um 5,5 % ein, was einer Wertvernichtung von 11 Milliarden entspricht. Seit beinahe exakt dem gleichen Zeitpunkt ist Schwan im VR der Credit Suisse auch wegen der starken Turbulenzen in und um Katar massiv gefordert. Das Land gehört zu den Hauptaktionären der Schweizer Grossbank. Gleich zwei selbst in "normalen Zeiten" höchst verantwortungsvolle und im Übrigen fürstlich bezahlte Ämter, zudem noch in völlig verschiedenen Wirtschaftssektoren, werden als kritisch angesehen. 

Schwan selber erklärt gegenüber der Sonntagszeitung, dass seine Funktion bei der Roche operativ sei und diejenige bei der Crédit Suisse strategisch, weshalb dies mit einem kleineren Zeitaufwand verbunden sei. Was immer auch "kleiner" bedeuten mag: Der in Riehen ansässige Pharmachef verdient alleine für seine Aufgabe beim Basler Pharmaunternehmen laut Unternehmensberater HKP pro Jahr 14,4 Millionen Schweizer Franken und rangiert damit unter den 11 bestbezahlten Managern der Welt. Der zusätzliche neue Aufstieg zum Vizepräsidenten der CS dürfte seine Bezüge nicht schrumpfen lassen.