• Aktualisiert am

Mit Apps statt Kunstführer an die Art Basel

Das Telefonbuch stirbt aus, Wörterbücher für Fremdsprachen finden ebenfalls kaum Verwendung und Kunstführer dürften auch bald der Vergangenheit angehören. Denn für alles gibts Apps. Auch für die Art.

Die Kunststadt Basel erreicht diese Woche ihren jährlichen Zenit. Aus allen Herren Länder reisen Kunstbegeisterte und -händler an die Art Basel. Unsere Stadt wird zu einem wahrhaftigen Mekka. Nie finden derart viele Kunsthappenings statt, wie in der jetzigen Woche. Da kann man schnell den Überblick verlieren.

Glücklicherweise gibt es unter Kunstfanatikern auch einige, die sich mit der App-Entwicklung auskennen. Unzählige Applikationen tummeln sich im Netz, der Überblick geht da schnell verloren. Natürlich existiert auch von der Art Basel selbst eine zugehörige App. Ganz alles kann diese jedoch nicht abdecken. Wir haben noch zwei weitere herausgepickt, damit Sie ja nichts verpassen.

Exhibitionary

Wer keine einzige Vernissage, Ausstellung oder Party verpassen möchte, sollte sich «Exhibitionary» installieren. Die schlicht gestaltete App bietet einen Überblick über die Kunstregion Basel. Zusätzlich wird angezeigt, wie lange man eine Ausstellung noch besuchen kann oder wann ein Event stattfindet. Wer will, kann sogar Push-Nachrichten abonnieren, um direkt Erinnerungen an ausgewählte Happenings aufs Smartphone zu bekommen. So muss man sich bei dem riesigen Angebot nicht entscheiden, wo man jetzt tatsächlich hin soll.

Entwickelt wurde die App von einem ehemaligen Galeristen und Kurator – mit der Hilfe eines Softwareentwicklers versteht sich. Push-Nachrichten per se sind zwar keine Innovation, bei Kunstapps fällt dieses Feature jedoch meist gänzlich weg. Dank dem, und vor allem der allumfassenden Übersicht, ist «Exhibitionary» für Kunstfans beinahe ein Muss.

Magnus

Eine weitere App, die zu empfehlen ist, wäre «Magnus». Ähnlich wie die bereits vorgestellte Anwendung, würde diese auch Gallerien, Ausstellungen und Events zusammenfassen. In Basel funktioniert das leider nicht. Eine andere Funktion, welche die App allerdings auch für uns interessant macht, ist die Werteinschätzung von Gemälden. In der App fotografiert man das Gemälde und die Datenbank der App wird sofort durchsucht. Ist das Werk darin zu finden, erscheint sogleich eine Auflistung der bisherigen Verkaufspreise. Und sollte man als erste Person ein Werk fotografiert haben, macht sich ein Kunsthistoriker gleich daran, mehr darüber herauszufinden. Ob dem tatsächlich so ist, oder nur ein Roboter dahinter steckt, bleibt offen.

Damit ist diese App vermutlich nicht nur für Kunstkenner interessant, sondern kann auch für Laien einen spannenden Einblick in die Kunstwelt bieten. Denn seien wir ehrlich: Wie oft dachten wir schon, dass sich ein Picasso gut im eigenen Wohnzimmer machen würde? Wie lange wir dafür sparen müssen, wissen wir jetzt endlich dank dieser App.

Weitere Basler Geschichten
Zurück zur Startseite