©Fabian Lavater
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  • Kenneth Steiner

Nur kurze Zeit dank Hochwasser: Surfen auf der Birs

Die starken Gewitter der letzten Tage und der ständige Regen führten dazu, dass der Rhein und die Birs sehr viel Wasser führen. Freuen tut dies Surfer aus der Region.

In der Region Basel ist es in dieser Woche zu heftigen Unwettern gekommen. Die Surfer nützen die riesigen Wassermengen, welche dadurch in der Birs entstanden sind, nun zu ihrem Vorteil. Fabian Lavater aus Basel lässt sich von den Wassermassen nicht beeindrucken und nutzt seinen freien Tag, um mit Kollegen in der Birs zu surfen. Bereits seit sechs Jahren surft Fabian, wenn immer möglich auf der Birs. Einen Trend kann er in Basel aber nicht feststellen: «Es hat schon etwas an Beliebtheit gewonnen, jedoch ist es nicht so, dass es nun unerträglich viele Leute hat und man nicht mehr zum Surfen kommt».

Laut Fabian liegt das wohl daran, dass es an der Regelmässigkeit fehlt bei der man auf der Birs surfen kann. Denn oftmals hat es auch im Winter, bei eisigen Temperaturen genug Wasser um zu surfen. «Die Kälte schreckt wohl den einen oder anderen Anfänger ab». Alle paar Monaten haben Fabian und seine Freunde ihrem Hobby nachzugehen. Immer dann, wenn es eine längere Regenperiode gegeben hat und dadurch der Wasserpegel ansteigt.

Ob es nicht gefährlich sei auf dem überschwemmten Fluss zu surfen, wollen wir von Fabian wissen: «Gefährlich ist es auf der Birs im Prinzip nicht. Die grösste Gefahr geht von Schwemmholz aus, das je nach Regen schon ziemlich viel und gross werden kann. Deshalb sollte man auch nie alleine sein, da die Surfer am Ufer auch mal ein Warnruf geben können, falls man selber etwas übersieht». Ganz so unproblematisch wie Fabian und seine Kollegen sieht die Polizei das Surfen auf der Birs nicht. «Brandgefährlich» könne es sein, sagte der Sprecher Martin Schütz der Basler Polizei gegenüber dem Regionaljournal. Verboten ist es jedoch nicht.

Und eine besondere Vorbereitung brauche es auch nicht. «Da reicht ein Neoprenanzug und ein Surfbrett um sich in die Welle zu stürzen. Wobei ein extra dafür gefertigtes Riversurfboard von Vorteil sei, da diese deutlich kürzer sind als die Surfbretter für das Meer. Im Winter jedoch braucht es zusätzlich noch Neoprenschuhe, Handschuhe sowie ein Hoodie, da das Wasser dann rund 6 Grad hat und dies Aussentemperaturen einem auch nicht aufwärmen können».

Ruhiger zu und her als auf der überschwemmten Birs, und zudem völlig ungefährlich, geht es bei Fabians anderer Leidenschaft zu, dem Zeichnen. Als «Lavater Art» macht er Surfkunst. Bei Instagram begeistert er mit seinen Zeichnungen täglich 10'000 Followers.

Surfen auf der Birs. Ein Video von 2015.

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