Vor einem Monat durfte der Direktor des Theaters Basel, Andreas Beck, in Wien einen Nestroy für die beste deutschsprachige Aufführung abholen. Heute Donnerstag durfte er verkünden, dass die Saison 2015/16 für das Dreispartenhaus auch sonst erfreulich war. (Archivbild 7.11.)
Vor einem Monat durfte der Direktor des Theaters Basel, Andreas Beck, in Wien einen Nestroy für die beste deutschsprachige Aufführung abholen. Heute Donnerstag durfte er verkünden, dass die Saison 2015/16 für das Dreispartenhaus auch sonst erfreulich war. (Archivbild 7.11.)
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Theater Basel mit neuem Intendanten gut unterwegs

Das Theater Basel ist mit seinem neuen Intendanten Andreas Beck gut unterwegs. In der Saison 2015/16 konnte das grösste Dreispartenhaus der Schweiz seine Auslastung von 63,1 auf 65,1 Prozent steigern und unter dem Strich einen kleinen Gewinn verbuchen.

Bei den Eintritten musste das Theater Basel allerdings einen kleinen Rückgang verzeichnen: In der vergangenen Saison war der Spielbetrieb wegen der Gesamtsanierung des Theaters im Sommer 2015 fünf Woche kürzer, weshalb bei insgesamt 529 Vorstellungen (-44) die Zahl der Besucher um 2730 auf 166'347 sank.

Pro Vorstellung 19 Besucher mehr

Theaterdirektor Beck zeigte sich am Donnerstag vor den Medien mit seiner ersten Saison zufrieden. Immerhin habe man trotz schwieriger Umstände die durchschnittliche Besucherzahl pro Vorstellung um 19 auf 314 steigern können.

Eine positive Bilanz zog auch Theater-Verwaltungsratspräsident Samuel Holzach. Neben den positiven Zahlen hob er namentlich auch die zahlreichen Festivaleinladungen und Auszeichnungen hervor, die das Theater Basel in der letzten Spielzeit erhalten hat.

Als "ohne Einschränkung erfreulich" taxiert Holz im Jahresbericht die "immense, respektable mediale Beachtung", die das Theater erfahren habe. Der Verwaltungsratspräsident dankt dem neuen Intendanten denn auch für eine "gelungene, bereichernde erste Spielzeit" und einen "dynamischen Start" in der Kulturstadt Basel.

Bei den Besucherzahlen zulegen konnte das Theater Basel in zwei von drei Sparten: In der Oper wurden 57'919 Eintritte registriert, 4614 mehr als in der letzten Spielzeit unter dem früheren Intendanten Georges Delnon. Die Auslastung in der Oper stieg von 53,2 auf 68,4 Prozent.

Im Schauspiel, das in den letzten Jahren als Problemsparte gegolten hatte, stieg die Zahl der Besucherinnen und Besucher um 5029 auf 42'425 an. Weil auch die grosse Bühne mit ihren 870 Plätzen bespielt wurde, sank die Auslastung jedoch von 65,6 auf 48,2 Prozent.

Im Ballett gab es wegen der Sanierung weniger Aufführungen, was bei den Besuchern einen Rückgang um 3772 auf 27'954 bewirkte. Die Auslastung war jedoch mit 81,8 Prozent um 18,6 Prozentpunkte höher.

Kleiner Gewinn

Kaum negative Spuren hinterlassen hat die kürzere Spielzeit in der Rechnung des Theaters Basel. Vielmehr trug sie auch zu einem Rückgang des Betriebsaufwands um 1,4 Millionen auf 55,7 Millionen Franken bei.

Die Besuchereinnahmen sanken indes um 150'626 Franken auf 8,41 Millionen Franken. Vom Gesamtertrag von 55,9 Millionen Franken entfallen knapp 45 Millionen Franken auf Staatsbeiträge der beiden Basel.

Obwohl dem Theater aus Basel-Stadt mit 40,2 Millionen Franken 756'000 Franken weniger zuflossen als in der Spielzeit 2014/15, resultierte unter dem Strich ein Gewinn von 47'504 Franken. Im Vorjahr musste ein Defizit 15'923 Franken verbucht werden.

Mit der laufenden Saison zeigte sich Beck in künstlerischer Hinsicht "sehr, sehr glücklich". Was die Besucherzahlen betrifft, verwies er auf den Herbst: Je schöner dieser sei, desto später gingen die Leute ins Theater. Doch jetzt rolle die Geschichte an, konstatierte der Intendant.