Screenshot: Kantonspolizei Basel-Stadt
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Verkehrsunfallstatistik 2017: Leichter Rückgang der Unfallzahlen

Die Verkehrsunfallstatistik 2017 der Kantonspolizei Basel-Stadt weist nur geringe Abweichungen gegenüber dem Vorjahr auf. Sie zeichnet sich durch einen leichten Rückgang der Zahlen in den meisten Unfallkategorien aus. Mit 835 durch die Polizei rapportierten Unfällen nahm deren Gesamtzahl im Vergleich mit dem Vorjahr (-36) leicht ab.

Im Jahr 2017 wurden weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden rapportiert: 360 Personen wurden als Leichtverletzte (Veränderung gegenüber 2016: -29) erfasst. Die Zahl der Schwerverletzten nahm mit 85 im Vergleich mit dem Vorjahr (-12) ebenfalls ab. Eine Person (-3) starb im vergangenen Jahr an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Dies ist die tiefste Zahl von Verkehrstoten im Kanton Basel-Stadt seit Beginn der Erhebung einer Verkehrsunfallstatistik.

Bei den an Unfällen beteiligten Fahrzeugkategorien wurde mehrheitlich ein Rückgang registriert. Im Jahr 2017 gab es 8 Unfälle mit Mofas (-5), 63 mit Motorrädern (-3), 708 mit leichten Motorwagen (-32) und 81 mit schweren Motorwagen (+5). Eine Zunahme wurde im vergangenen Jahr bei 33 Unfällen mit Elektrofahrrädern (+13) festgestellt, bei 147 Unfällen mit Velos eine geringfügige Abnahme (-11). Die Zahl der Unfälle mit Fussgängern ist auf 74 (-22) zurückgegangen.

Bedauerlicherweise sind immer noch alkoholisierte Verkehrsteilnehmer auf den Strassen unterwegs. Bei insgesamt 81 (-6) Unfällen war zu starker Alkoholkonsum (mehr als 0.25 mg/l Atemalkoholgehalt) eine Unfallursache. Im Jahr 2017 gab es 56 Unfälle mit unter Alkohol stehenden Motorfahrzeuglenkern (-9). Einen leichten Anstieg verzeichnete die Polizei bei der Zahl der Unfälle mit alkoholisierten Velofahrern: Sie zählte im letzten Jahr 23 Unfälle (+3).  

Aus der Verkehrsunfallstatistik geht hervor, dass die Missachtung der Vortrittsregeln zu einer Vielzahl von Unfällen 173 (-32) geführt hat. Zu nahes Aufschliessen war bei 117 Unfällen (+9) eine Ursache für einen Unfall. Durch umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten sowie mehr Achtsamkeit im Verkehr könnten zahlreiche Verkehrsunfälle vermieden werden. Dazu zählen das Einhalten der Verkehrsregeln und der Verkehrssignale sowie das vorsichtige Öffnen der Wagentür auf der Fahrbahnseite.

Aus der detaillierten Auswertung der Verkehrsunfallstatistik leitet die Kantonspolizei mögliche Massnahmen ab, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Das können beispielsweise Schwerpunktkontrollen zu den Themen Vortritts- und Rotlichtbeachtung oder Fahren unter Alkoholeinfluss sein oder die Überprüfung der Strasseninfrastruktur.