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130 Personen in der Stadt Zürich vorübergehend festgenommen

Die 100-Jahr-Feier der Zürcher SVP hat der Stadtpolizei Zürich am Sonntag einen Grosseinsatz beschert. Mit Gummischrot, Reizgas und Gitterfahrzeugen hinderte sie Demonstranten daran, zum Kongresshaus vorzudringen. 130 Personen wurden vorübergehend festgenommen.

88 Männer und 42 Frauen seien kontrolliert, in Polizeigewahrsam genommen und ins Kasernenareal gebracht worden, heisst es in der Schlussbilanz der Stadtpolizei vom Montag. Vier Personen wurden wegen Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Hinderung einer Amtshandlung der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Unter den vorläufig Festgenommenen waren 111 Schweizer. Davon haben 57 ihren Wohnsitz in der Stadt Zürich, der Rest verteilt sich auf insgesamt 10 Kantone.

Linksautonome hatten im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltung zu Störaktionen gegen die SVP-Feier aufgerufen. Für den gleichen Zeitpunkt hatte eine Partei für eine unbewilligten Aktion unter dem Motto "Züri autofrei" auf dem Bürkliplatz mobilisiert. Mit einem Grossaufgebot und Gitterfahrzeugen hinderte die Polizei die Demonstranten jedoch am Marsch zum Kongresshaus.

Auf verschiedenen Seitenstrassen in der Umgebung des Kongresshauses sei es zu vereinzelten Störaktionen gekommen, heisst es in der Mitteilung. An der Verzweigung Dreikönig-/Stockerstrasse hätten Demonstranten die Durchfahrt mit einer Kette blockiert, diverse Pyros gezündet, Bauabschrankungen und Container umgeworfen, um die Durchfahrt zu verhindern.

Die Polizei setzte Gummischrot und Reizstoff ein. 108 Personen - 87 Männer und 21 Frauen - wurden angehalten, kontrolliert und mit einer Wegweisung belegt. Sie mussten das Gebiet verlassen.