Mit den Tourenski von Zermatt nach Verbier: Der Parcours von 110 Leistungskilometern ringt den Ausdauersportlern alles ab. (Archivbild)
Mit den Tourenski von Zermatt nach Verbier: Der Parcours von 110 Leistungskilometern ringt den Ausdauersportlern alles ab. (Archivbild)
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Die Patrouille des Glaciers startet am Dienstagabend

Der Startschuss für die diesjährige Patrouille des Glaciers wird am Dienstagabend um 22 Uhr in Zermatt VS abgegeben. Dann nehmen die ersten 730 von insgesamt 1600 Teams mit je drei Personen das Skitourenrennen in Angriff.

Es werden gute Rahmenbedingungen erwartet, auch wenn die grossen Schneefälle der letzten Wochen im Vorfeld gewisse Anpassungen nötig gemacht hatten.

Zwischen dem Start in Zermatt und dem ersten Zwischenposten von Schönbiel wurde die Strecke leicht verändert, um jegliche Lawinengefahr zu vermeiden, wie die Organisatoren mitteilten.

Am Dienstag starten rund 320 Teams zwischen 22 Uhr und 1:30 Uhr in der Frühe ab Zermatt. Die Sportler müssen auf der Wettkampfstrecke nach Verbier VS 53 Kilometer und 8000 Höhenmeter bezwingen. Die 400 weiteren Teams starten ab Arolla VS zur kürzeren Wettkampfstrecke mit 26 Kilometern und 4000 Metern Höhenunterschied.

Am Donnerstag geht dann der zweite Teil der insgesamt 1600 Gletscher-Patrouillen in Zermatt und Arolla gestaffelt an den Start. Die Eliten legen um 3 Uhr in der Frühe in Zermatt los und sollten Verbier gegen 9 Uhr morgens erreichen. Den Rekord hält derzeit ein Schweizer Team, das die Strecke 2010 in 5:52 Stunden meisterte.

Die Wettervorhersage für die kommenden Tage könnte nicht besser sein. Allerdings stellt Sonnenschein allein keine Garantie für die Durchführung des Wettkampfs dar. Auch Temperatur und Schneeverhältnisse spielen eine entscheidende Rolle.

Anfänge im Zweiten Weltkrieg

An der Vorbereitung der Wettkampfstrecke waren dieses Jahr rund 1500 Angehörige der Schweizer Armee beteiligt. Die heftigen Schneefälle dieses Winters stellten eine zusätzliche Herausforderung dar.

Die Patrouille des Glaciers wird von der Schweizer Armee veranstaltet und geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück. Mit dem alpinen Rennen sollte die Ausdauer und Widerstandskraft der Soldaten getestet werden.

Die erste Ausgabe fand im April 1943 statt. Zur 19. Ausgabe waren 1800 Dreierpatrouillen zugelassen. Der Ansturm war so gross, dass weitere 480 Patrouillen abgelehnt werden mussten. Seit 2006 findet das Gebirgsrennen in zwei Läufen statt.