Nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Demonstranten an der Grenze zum Gazastreifen ist ein dritter Palästinenser seinen Verletzungen erlegen. (Archivbild)
Nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Demonstranten an der Grenze zum Gazastreifen ist ein dritter Palästinenser seinen Verletzungen erlegen. (Archivbild)
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Dritter Palästinenser nach Protesten im Gazastreifen gestorben

Nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Demonstranten an der Grenze zum Gazastreifen ist ein dritter Palästinenser seinen Verletzungen erlegen.

Wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte, war der 40-jährige Mann am Freitag östlich der Stadt Rafah im Süden des Palästinensergebiets durch Schüsse der israelischen Armee verletzt worden. Am Samstag sei er gestorben.

Bei den Protesten hatte es bereits am Freitag zwei Tote gegeben. Die beiden Palästinenser, darunter ein Sanitäter, wurden nach palästinensischen Angaben von israelischen Soldaten erschossen. Mehr als 300 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, davon mindestens 130 durch Schüsse der israelischen Armee.

Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Mindestens 168 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.

Am Mittwoch und Donnerstag hatten sich Kämpfer der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas und die israelische Armee heftige Gefechte geliefert. Mehr als 180 Raketen wurden von dem Palästinensergebiet nach Israel abgeschossen, dort wurden sieben Menschen verletzt. Die israelische Armee antwortete mit massiven Luftangriffen im Gazastreifen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben.

In der Nacht zum Freitag trat eine von Ägypten und der Uno vermittelte Feuerpause in Kraft. Sie wurde von den beiden Konfliktparteien bisher nicht offiziell bestätigt, schien nach Angaben aus Verhandlungskreisen aber auch nach den neuen Auseinandersetzungen an der Grenze zu halten.