Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede am 5. Dezember 2017. (Symbolbild, © Keystone)
Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede am 5. Dezember 2017. (Symbolbild, © Keystone)
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Erdogan: Trumps Jerusalem-Entscheidung setzt die Region in Brand

Die Türkei hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vehement kritisiert. "Eine solche Entscheidung stürzt die Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer", warnte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor einer Abreise nach Athen.

"Hey Trump, was machst du? Was soll dieses Vorgehen? Politiker sollten für Versöhnung und nicht für Chaos sorgen!", sagte der türkische Präsident.

Erdogan hatte den US-Präsidenten bereits in den vergangenen Tagen in scharfen Worten vor der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und der Verlegung der US-Botschaft aus Tel Aviv gewarnt.

Als amtierender Vorsitzender der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) lud er die Mitglieder für kommenden Mittwoch zu einem Gipfel in Istanbul ein, um über das weitere Vorgehen in der Frage zu beraten.

Am Mittwochabend versammelten sich rund 1500 Demonstranten vor dem US-Konsulat in Istanbul, um gegen Trumps Entscheidung zu protestieren. Dabei riefen sie Slogans gegen die USA und Israel und schrieben "Befreit Palästina" auf die Aussenmauer des Konsulats.

Die Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt stösst in der gesamten muslimischen Welt auf Empörung und droht in der Region zu Ausschreitungen zu führen.