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Keine Hinweise auf Mittäter bei Anschlag auf BVB-Bus

Nach der Festnahme eines Verdächtigen wegen des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann allein handelte.

"Nach unseren bisherigen Erkenntnissen haben wir keine Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen oder Mittäter", sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Freitag in Karlsruhe. Diese Frage werde aber dennoch bei den weiteren Ermittlungen im Blick behalten.

Zum verwendeten Sprengsatz konnte Köhler noch keine genaueren Angaben machen. Diese Frage könne noch nicht abschliessend beantwortet werden, sagte sie. Die Untersuchungen dazu seien komplexer, weil durch die Zündung der Sprengstoff vollständig umgesetzt worden sei. Dieser müsse nun über Umwege wie etwa Bodenproben ermittelt werden.

Die Spezialeinheit der Bundespolizei GSG9 hatte am frühen Freitagmorgen einen 28-Jährigen im Raum Tübingen festgenommen. Er soll aus Habgier versucht haben, möglichst viele Spieler des Vereins zu verletzen oder gar zu töten, um die BVB-Aktie zum Absturz zu bringen.

Dem Mann werden versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Er soll am Freitagnachmittag dem Haftrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Beim Anschlag am 11. April waren drei Sprengsätze in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses explodiert, als sich die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco befanden. Dabei wurden der BVB-Fussballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.