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Schweiz soll mehr für Gleichberechtigung unternehmen

Die Schweiz soll die Gleichstellung im Erwerbsleben vermehrt fördern und geschlechterspezifische Gewalt wie Genitalverstümmelung intensiver bekämpfen. Dies fordert der zuständige UNO-Fachausschuss in seinen am Freitag publizierten Handlungsempfehlungen.

Die 70 Handlungsempfehlungen hat der UNO-Fachausschuss erstellt, nachdem er im Mai die Umsetzung des CEDAW-Übereinkommens in der Schweiz überprüft hatte, wie das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) am Freitag mitteilte.

Dieses Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau hat die Schweiz im Jahr 1997 ratifiziert. Seither erstattet sie dem CEDAW-Ausschuss regelmässig Bericht über den Umsetzungsgrad des Übereinkommens in der Schweiz.

Der Ausschuss sieht bei der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen Handlungsbedarf. Hier fordert er, dass weitere Massnahmen für die Lohngleichheit getroffen werden. Zudem soll mit neuen Kinderbetreuungsplätzen und der Einführung des Vaterschaftsurlaubes die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert werden.

Der UNO-Ausschuss rät zudem, eine nationale Gleichstellungsstrategie und einen Aktionsplan zur Bekämpfung geschlechterspezifischer Gewalt auszuarbeiten. Weiter schlägt er vor, eine Studie zu den Auswirkungen des Rentensystems auf Paare mit geringem Einkommen zu erstellen. Innert zweier Jahre solle die Schweiz einen Zwischenbericht zur Umsetzung dieser Vorschläge einreichen.

Mit den bisherigen Entwicklungen zeigte sich die UNO zufrieden. Insbesondere die Chancengleichheitsprogramme an den Hochschulen, die Anstrengungen zum Mutterschutz sowie die verstärkte Bekämpfung geschlechterspezifischer Gewalt wie Genitalverstümmelung seien wichtige Schritte auf dem Weg zur Gleichstellung von Frau und Mann.