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Taiwan sieht sich durch Chinas Raketenbatterien bedroht

Taiwan sieht sich durch die jüngste Generation chinesischer Mittelstreckenraketen bedroht. Die Volksrepublik habe Raketen vom Typ Dongfeng 16 (DF-16) in Stellung gebracht, sagte Taiwans Verteidigungsminister Feng Shih-kuan am Montag.

Die Regierung in Peking verstärke die Modernisierung ihrer Waffensysteme. Wieviele DF-16-Raketen stationiert wurden und an welchen Standorten, sagte der Minister nicht.

Nach taiwanischer Darstellung sind insgesamt 1500 chinesische Raketen auf Taiwan gerichtet - erstmals nannte der Minister nun die neue Raketengattung, die 2015 bei einer Militärparade in Peking vorgestellt wurde.

Die Regierung in Peking bekräftigte derweil ihre Ablehnung von US-Waffenlieferungen an Taiwan. "China lehnt US-Waffenlieferungen an Taiwan ab, das ist feststehend und glasklar", sagte Aussenamtssprecherin Hua Chunying.

Die Klarstellung erfolgte einen Tag nach einem Besuch von US-Aussenminister Rex Tillerson in Peking. US-Medien berichteten im Zusammenhang mit dem Besuch darüber, dass die Regierung des neuen US-Präsidenten Donald Trump umfangreiche Verkäufe von Rüstungsgütern an Taipeh plane.

Säbelrasseln

In der vergangenen Woche hatte Taiwan einen Rüstungsbericht veröffentlicht, in dem es erstmals hiess, dass die eigenen Streitkräfte in der Lage seien, das chinesische Militär auf dem Festland zu treffen.

Die tiefe Kluft zwischen der Volksrepublik China und Taiwan reicht zurück bis zum chinesischen Bürgerkrieg. Dieser endete 1949 mit dem Sieg der von Mao Tse-tung geführten Kommunistischen Partei Chinas über die Kuomintang-Nationalisten von Tschiang Kai-schek.

Die Kuomintangkämpfer flohen auf die dem chinesischen Festland vorgelagerte Insel Taiwan. Dort rief Tschiang Ende 1949 eine eigene Regierung aus. Peking strebt seitdem eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an.