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UNO: Über 38'000 Menschen in Afghanistan seit Jahresbeginn geflohen

Der Konflikt in Afghanistan hat seit Anfang des Jahres weitere 38'110 Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als die Hälfte von ihnen (57 Prozent) seien Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, heisst es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen (UNO).

Im Gesamtjahr 2016 hatten nach UNO-Angaben mehr als 654'000 Zivilisten ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. In Afghanistan kämpfen Regierungstruppen gegen radikale Islamisten sowie rivalisierende Milizen untereinander. Vor 16 Jahren wurde dort das Taliban-Regime gestürzt.

Die meisten der seit Beginn dieses Jahres Vertriebenen stammten nach UNO-Angaben aus den nordöstlichen Provinzen Kundus und Baghlan. Auch im südlichen Teil des Landes verschärfe sich der Konflikt. Die radikal-islamischen Taliban kündigen gewöhnlich Ende März oder Anfang April ihre Frühjahrsoffensive an.