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Verkehrsministerien erörtern Umgang mit Pannen im Schienennetz

Die Verkehrsministerien der Niederlande, Belgiens, Deutschlands, Italiens und der Schweiz wollen Lehren ziehen aus dem Streckenunterbruch im Schienennetz bei Rastatt (D). Künftig wollen sie sich bei der Bewältigung von Pannen besser abstimmen.

Die Sperrung des Nadelöhrs im europäischen Nord-Süd-Bahnverkehr hatte den Schienenverkehr sieben Wochen lang durcheinander gebracht. An einer Sitzung in Gallerate (I) hat sich nun der Exekutivrat des Güterverkehrskorridors Rhein-Alpen mit dem Ereignis auseinandergesetzt.

Er beschloss eine gründliche Aufarbeitung, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Freitag mitteilte. Mit Blick auf mögliche künftige Ereignisse sollen Umleitungsstrecken verbindlich festgelegt werden. Aus Sicht der Schweiz müssten die Bedürfnisse des internationalen Schienengüterverkehrs prioritär berücksichtigt werden, schreibt das BAV.

Im Exekutivrat des Güterverkehrskorridors Rhein-Alpen sitzen Vertreter der Verkehrsministerien der Anrainerstaaten. Im Dezember wird sich der Rat sich erneut mit den Folgen des Streckenunterbruchs bei Rastatt auseinandersetzen.

Die stark befahrene Rheintal-Bahnstrecke war vom 12. August bis Anfang Oktober gesperrt gewesen. Bei Rastatt hatten sich Schienen samt Schotterbett gesenkt, nachdem Wasser und Erdreich in eine Tunnelbaustelle eingedrungen waren, die quer unter der Hauptlinie durchführt.