Die Ära Dölf Früh beim FC St. Gallen ist Geschichte
Die Ära Dölf Früh beim FC St. Gallen ist Geschichte
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Dölf Frühs Ära bei St. Gallen ist vorbei

Dölf Früh hat seine Aktienanteile an der FC St. Gallen Event AG wie angekündigt verkauft.

Der 65-Jährige ist damit nicht mehr an dem Super-League-Klub beteiligt, den er bis im Mai während sechseinhalb Jahren präsidiert und 2010 vor dem finanziellen Ruin bewahrt hat.

Zuletzt hielt Früh 48,86 Prozent der Anteile an der FC St. Gallen Event AG, die ihrerseits die Hauptaktionärin der FC St. Gallen AG ist. Neben Dölf Früh hat auch Pascal Kesseli, der bis im September als CEO der FC St. Gallen Event AG amtete, seine Aktien abgetreten.

Dafür hat Edgar Oehler seine Anteile auf knapp 25 Prozent erhöht. Auch Küchenunternehmer Rolf Schubiger stockte die Anteile auf rund 10 Prozent auf. Weiter sind Immobilienmakler Patrice Thoma, Roland Gutjahr von der Ernst Fischer AG sowie die Gebrüder Partic und Jérôme Müller neu mit jeweils 12,2 Prozent an der FC St. Gallen Event AG beteiligt. Neu dabei ist auch der ehemalige Vermögensverwalter Ernst Eisenhut (mit 4,88 Prozent).

Die FC St. Gallen Event AG baute ihre Anteile als Hauptaktionärin gar noch weiter aus und hält neu 49,6 Prozent an der FC St. Gallen AG. Finanzchef Sascha Roth sprach von einer "gesunden und demokratischen Verteilung". Zudem sei der Klub zu 100 Prozent in Ostschweizer Hand.

Früh war im Mai aus gesundheitlichen Gründen als Präsident zurückgetreten. Kritiker warfen ihm seither vor, im Hintergrund nach wie vor die Fäden zu ziehen. Mit dem Verkauf seiner Anteile wolle er mit dem Vorwurf ausräumen, hatte er unlängst erklärt.