Marcel Hirscher feierte den fünften Sieg in Folge in einem Weltcup-Slalom
Marcel Hirscher feierte den fünften Sieg in Folge in einem Weltcup-Slalom
  • sda / barfi / keystone
  • Aktualisiert am

Hirscher: "Unschlagbar ist das falsche Wort"

Marcel Hirscher gibt sich nach dem erstmaligen Gewinn des Weltcup-Slaloms in Wengen erleichtert. Trotz seiner Siegserie fühlt sich der Österreicher nicht unschlagbar.

Marcel Hirscher, das war der fünfte Slalomsieg im Weltcup in Folge. Sind Sie unschlagbar?

"Unschlagbar ist das falsche Wort. Jeder ist schlagbar, ich auch. Ich habe mich hier in Wengen immer sehr wohlgefühlt. Seit ich das erste Mal hier war, hatte ich mir vorgestellt, dieses Rennen zu gewinnen. Das ist etwas Spezielles für mich."

Was war der Schlüssel zum ersten Sieg in Wengen?

"Dass die Piste mit Wasser behandelt war. Das war der letzte Klassiker im Slalom-Kalender, den ich noch nicht gewonnen hatte bis heute. Das ist etwas Grosses für mich. Jetzt hören auch die Fragen danach auf. Ich bin sehr glücklich darüber."

Nach dem Knöchelbruch schoben Sie das Thema Gesamtweltcup beiseite. Sehen wir den am lockersten drauflos fahrenden Hirscher aller Zeiten?

"Sagt ihr es mir. Ich habe keine Ahnung. Ich versuche schon, mir vorzunehmen, das Risiko auch zu gehen und nicht an Punkten zu sterben, so ungefähr. Ich hoffe, ich kann das schon beibehalten."

Nach den Klassikern in der Schweiz folgen jene in Österreich in Kitzbühel und Schladming. Wie gross ist der Stress, wie gross der Spass?

"Definitiv auch viel Spass. Aber es ist ein Geben und ein Nehmen. Ich hoffe, dass das ganze Drumherum so gestaltet ist, dass es auch für die Athleten halbwegs freundlich ist und bleibt. Es ist halt immer ein Balance-Akt zwischen Terminen und Rennfahren. Da hilft dir die Erfahrung wirklich."