Trainer Adi Hütter war weniger angetan als auch schon
Trainer Adi Hütter war weniger angetan als auch schon
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Hütter trägt Emotionen persönlich ins YB-Team

Während FCZ-Trainer Ludovic Magnin darauf zählt, dass seine Vorstellung von Fussball irgendwann Punkte bringen wird, zählt sein Gegenüber Adi Hütter die Siege seiner Young Boys, der Meisterkandidaten.

Mit vier kurzen Sätzen an der Medienkonferenz fasste Adi Hütter das Geschehen des Sonntagnachmittags im Stade de Suisse aus seiner Sicht prägnant zusammen: "Es war ein sehr schwieriges Spiel. Zürich hatte die klarste Chance. Es war kein glanzvoller Sieg. Ich nehme auch einen solchen Sieg gerne."

Das 1:0 gegen den FC Zürich war der 21. Sieg der Berner in der ganzen Meisterschaft - und der zehnte Sieg in den elf Spielen des Rückrundenprogramms. Am Schluss seiner Ausführungen hielt Hütter so trocken wie zufrieden fest: "Wir haben 68 Punkte aus 29 Spielen. Das ist ein Fakt."

Hütter musste vor den Medienleuten zugeben, dass ihm vor allem der Anfang der zweiten Halbzeit gar nicht gefallen hatte. "Wir spielten in dieser Phase mit zu wenig Emotionen." Deshalb erlaubte sich der Vorarlberger, sich entgegen seinen Gepflogenheiten an der Seite zu zeigen und ein paar Dinge hineinzurufen. Hütter wurde deswegen ermahnt, aber die Worte des Chefs verfehlten ihre Wirkung nicht. Dass die Young Boys nicht so brillieren und treffen konnten wie in vielen vorangegangenen Heimspielen, lag auch am guten Gegner, der nicht viel zugelassen habe, sagte Hütter mehrmals.

Fall Frey - wohl kein Fall

Seit er die Mannschaft von Uli Forte übernommen hat, fand Ludovic Magnin nur an einem Auftritt seiner Mannschaft absolut keinen Gefallen. Es war jener beim 1:1 in Sitten, als der FCZ nur mit viel Glück um eine Niederlage herumgekommen war. Das Spiel in Bern war trotz des 0:1 schon eher nach dem Geschmack des Romands. Er ist überzeugt, dass sich die Punktgewinne einstellen werden, wenn die Spieler den Weg mit ihm weitergehen.

Nach einem "Vorkommnis", das er nicht näher beschrieb, hatte Magnin seinen Berner Stürmer Michael Frey für den Match in Bern aus dem Kader gestrichen. Aus disziplinarischen Gründen also. Weitere Konsequenzen sind aber nicht zu erwarten. Magnin will, dass Frey das Zeichen versteht. Danach sollte einem Einsatz im Heimspiel vom Mittwoch gegen St. Gallen nichts im Weg stehen.