Mit dem Rücken zur Wand: Rafael Nadal
Mit dem Rücken zur Wand: Rafael Nadal
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Nadal mit dem Rücken zur Wand

Rafael Nadal muss am Samstag gegen Novak Djokovic einen 1:2-Satzrückstand aufholen, wenn er sich die Chance auf einen dritten Wimbledonsieg wahren will.

Der zweite Wimbledon-Halbfinal zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic, der nach dem langen Spiel zwischen Kevin Anderson und John Isner erst um 20.08 Uhr begonnen hatte, konnte am Freitagabend trotz des Dachs über dem Centre Court nicht mehr beendet werden. Aus Rücksicht auf die Einwohner darf nur bis 23.00 Uhr Lokalzeit gespielt werden. Die Partie wird nun am Samstag fortgesetzt.

Djokovic führt nach bereits fast drei Stunden Spielzeit mit 2:1 Sätzen. Er gewann den ersten Durchgang dank eines Breaks zum 4:3 mit 6:4 und verlor den zweiten mit 3:6. Den hochklassigen dritten Satz sicherte sich der Serbe nach Abwehr von drei Satzbällen mit 11:9 im Tiebreak. Die beiden boten den Fans beste Unterhaltung, und vor allem Djokovic hat man in den letzten zwei Jahren nie mehr annähernd so stark und entschlossen gesehen.

Als der Schiedsrichter um 23:02 Lokalzeit die Vertagung bekanntgab, erntete er ein gellendes Pfeifkonzert. Die Spieler hingegen wurden mit einer Standing Ovation in die Nacht entlassen.

Damit wird der Vorteil des Siegers dieses zweiten Halbfinals gegenüber Kevin Anderson, der für seinen Sieg gegen John Isner mehr als sechseinhalb Stunden benötigte, ein wenig kleiner. Der Südafrikaner spielte am Montag dreieinhalb Stunden gegen Gaël Monfils, am Mittwoch viereinviertel Stunden gegen Federer und am Freitag nun 6:36 Stunden gegen Isner. Es wäre ein Wunder, wenn er am Sonntag noch viel Benzin im Tank hätte.