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DiCaprio will mögliche 1MDB-Gelder zurückzahlen

Der Schauspieler Leonardo DiCaprio will Gelder zurückzahlen, welche seine Stiftung möglicherweise vom malaysischen Staatsfonds 1MDB erhalten hat. Dies sagte sein Sprecher am Dienstag. Der Staatsfonds steht im Zentrum eines weltweiten Geldwäscherei-Skandals.

DiCaprio liess verlauten, er arbeite mit den US-Behörden zusammen, um herauszufinden, ob Geld vom Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) in seine gemeinnützige Stiftung geflossen sei.

Beim Fonds waren Milliardenbeträge verschwunden oder auf ausländische Bankkonten mit unbekannten Eigentümern abgeflossen. Gegen 1MDB laufen daher in mindestens sechs Ländern Geldwäscherei-Untersuchungen, darunter auch in der Schweiz. Der Fonds wurde 2009 vom malaysischen Ministerpräsident Najib Razak gegründet.

Im Juli wurde bekannt, dass aus den Mitteln des Fonds der Hollywood-Streifen "Wolf of Wall Street" von Martin Scorsese mit DiCaprio in der Hauptrolle finanziert worden sei.

DiCaprios Sprecher sagte, dass der Oscar-Preisträger erst im Juli durch die Medien davon erfahren habe. DiCaprio habe daraufhin umgehend das US-Justizministerium kontaktiert, um herauszufinden, ob er persönlich oder seine Stiftung Schenkungen oder Spenden direkt oder indirekt vom Fonds erhalten hätten. Falls dem so sei, wolle er den Betrag so schnell wie möglich zurückzahlen.

Die Leonardo DiCaprio-Stiftung unterstützt seit 1998 Umweltschutzprojekte. Der Schauspieler ist zudem UNO-Sonderbotschafter für Klimaschutz, wird allerdings wegen seiner möglichen Verwicklung in den Finanzskandal rund um 1MDB von Umweltschützern kritisiert.